SCHLAG GEGEN DROGEN-BANDE

MV-Polizei stellt Drogen im Wert von 310.000 Euro sicher

Auf dem Darß, in Rostock und Greifswald hat die Polizei Berge von Drogen gefunden. Zwei Männer sind festgenommen worden und ein Dritter ist zufällig wohl auch noch erwischt worden.
Die Drogenermittler in MV können aktuell zwei große Erfolge vorweisen.
Die Drogenermittler in MV können aktuell zwei große Erfolge vorweisen. © New-Africa - stock.adobe.com (Symbolbild)
Rostock ·

Den Ermittlern der Kripo in Anklam ist am Dienstag und Mittwoch in zwei umfangreichen Verfahren ein Schlag gegen die Drogen-Kriminalität gelungen.

Bereits Anfang Juni hatten Behörden nach der Auswertung von kryptierten Handys des Providers Encrochat mehr als 2.000 Ermittlungsverfahren eingeleitet und mehr als 750 Haftbefehle vollstreckt. Einzelne der Daten führten die Ermittler auch nach Mecklenburg-Vorpommern. Es wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet und zwölf mutmaßliche Drogen-Kriminelle verhaftet.

Zudem seien seit Mitte 2020 in dem Zusammenhang drei Kilogramm Kokain, sechs Kilogramm Marihuana und auch Waffen – darunter eine Kalaschnikow – beschlagnahmt worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) damals mit. Fast drei Millionen Euro Vermögenswerte wurden demnach eingezogen oder eingefroren.

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Durchsuchung auf dem Darß und in Rostock

Aus den daran anschließenden Ermittlungen erhärtete sich nun der Verdacht des gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln gegen einen 22-jährigen Deutschen vom Darß. Insgesamt neun Beamte aus Rostock und Anklam durchsuchten daher am Dienstag zwei Wohnungen des polizeibekannten Beschuldigten auf dem Darß und in Rostock.

Dabei wurden knapp 10 Gramm Marihuana und mehr als 2 Kilogramm Amphetamin beschlagnahmt. Die Polizisten nahmen den 22-Jährigen vorläufig fest. Inzwischen ist gegen ihn ein Haftbefehl erlassen worden und er wurde in eine JVA gebracht. Die Betäubungsmittel haben laut Polizei einen Straßenverkaufswert von 20.000 Euro.

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Durchsuchung in und um Greifswald

Das zweite erfolgreiche Verfahren richtet sich gegen zwei deutsche Tatverdächtige im Alter von 42 und 41 Jahren. Die beiden Männer stehen ebenfalls im Verdacht, mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.

Am Mittwoch durchsuchten 35 Beamte insgesamt fünf Objekte, sowie Fahrzeuge in und um Greifswald. Dabei fanden die Ermittler 26 Kilogramm Amphetamin und mehr als 3 Kilo Marihuana. Der Straßenverkaufswert liegt hier bei 290.000 Euro. Darüber hinaus wurden diverse Tabletten, Pilze, Speichermedien und knapp 8000 Euro Bargeld sichergestellt.

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Der 42-jährige Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen und voraussichtlich am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen gegen beide Beschuldigte dauern an.

In einer Garage fanden die Beamten zudem 25 Cannabispflanzen. Diese werden nach derzeitigem Stand jedoch einem dritten Beschuldigten zugeordnet. Das Verfahren gegen den 59 Jahre alten Deutschen wird nun gesondert geführt.

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