In der Schweriner Staatskanzlei bleiben die Schreibtische, wo sie sind. Umzüge stehen aber in einigen Ministerien an.
In der Schweriner Staatskanzlei bleiben die Schreibtische, wo sie sind. Umzüge stehen aber in einigen Ministerien an. Carsten Schönebeck
Ministerium aufgelöst

MV-Regierung will umziehen – Kosten unklar

Durch den neuen Zuschnitt von Ministerien muss ein Teil der MV-Regierung umziehen. Doch so einfach ist das offenbar nicht.
Schwerin

Das alte Energie- und Digitalministerium wurde gleich komplett aufgelöst und auf andere Resorts aufgeteilt, andere Ministerien wurden neu zu sortiert und zugeschnitten – die Landesregierung wollte sich nach der Wahl inhaltlich und strukturell anders aufstellen. Doch jetzt, gut zwei Monate nach der Regierungsbildung, kommt Überraschendes ans Tageslicht.

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Keine Pläne für den Umzug

Aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der oppositionellen CDU-Fraktion im MV-Landtag geht jetzt hervor, dass erstens mit dem Umzug noch gar nicht begonnen worden sei, zweitens ein Ende des Umzugs entsprechend noch gar nicht terminiert worden sei und drittens überhaupt nicht klar sei, welche Kosten der ganze Umzug verursachen würde.

Umzugsstress und politische Fehlschläge

Sebastian Ehlers, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU, ist entsetzt: „Vor über acht Wochen wurde die Ministerpräsidentin gewählt und trotz weitreichender organisatorischer Änderungen dürfte eine größere Zahl der Beschäftigten noch immer auf gepackten Koffern sitzen und auf den großen Bürotausch warten. Hier wurde offenkundig im Vorwege mit heißer Nadel gearbeitet. Womöglich habe einige der jüngsten politischen Fehlgriffe mit Umzugsstress und ungelösten Organisationsfragen zu tun. Es würde zumindest einiges erklären.“

Eines aber weiß die Regierung zumindest: „Ziel ist es, für die Veränderungen keine zusätzlichen Flächen anzumieten.“ Und: „Da im Wesentlichen die Zuständigkeiten für komplexe Aufgabenbereiche wechseln, gehen Fachabteilungen auf die neuen Ministerien über. Das bedeutet, dass die mit den Fachaufgaben betrauten Kollegen wie gewohnt weiterarbeiten.“

 

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