In MV werden Geschäfte geschlossen, Supermärkte sollen geöffnet bleiben.
In MV werden Geschäfte geschlossen, Supermärkte sollen geöffnet bleiben. Kay Nietfeld
Coronavirus

MV schließt Geschäfte - Urlaubsreisen werden untersagt

Immer mehr Menschen in MV infizieren sich mit dem Coronavirus. Deshalb sollen Geschäfte nun geschlossen bleiben, Urlaubsreisen werden bundesweit untersagt.
Schwerin

Wegen der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus auch in Mecklenburg-Vorpommern werden landesweit alle Einzelhandels-Geschäfte geschlossen, die nicht für den täglichen Bedarf wichtig sind. Zu den Geschäften, die geöffnet bleiben, zählen unter anderem Supermärkte, Lebens- und Futtermittelhändler sowie Apotheken. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einer Sitzung des Krisenstabes am Montag in Schwerin mit. Supermärkte sollen demnach dafür auch sonntags geöffnet werden dürfen. Bars und Diskotheken sollen geschlossen bleiben. Diese Maßnahmen sollen in den kommenden Tagen in Kraft treten. Ein genaues Datum wurde zunächst nicht genannt. Auch in Brandenburg müssen viele Läden schließen.

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Urlaubsreisen werden untersagt - das gilt nicht nur für MV, sondern das gesamte Bundesgebiet: Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten. Bis Donnerstag sollen Reisende MV verlassen, sagte Schwesig.  

Das treffe ein Reiseland wie Mecklenburg-Vorpommern zwar schmerzlich, sei angesichts der Infektionsgefahren aber unerlässlich, so die Ministerpräsidentin. Es müsse alles getan werden, dass sich die Prognose von bis zu 10.000 Infizierten allein im Nordosten nicht bewahrheite. "Wir müssen dringend, dringend dafür sorgen, dass sich der Virus nicht so schnell ausbreitet", sagte Schwesig nach dem mehrstündigen Treffen mit Vertretern der Unternehmensverbände und Gewerkschaften. Die Nordländer hatten sich zuvor darauf verständigt, als erstes die Inseln für Gäste zu sperren. Von Montag 18.00 Uhr an sollten laut Schwesig auch an den Zufahrten nach Rügen, Usedom und Poel Polizeikontrollen eingerichtet sein.

Restaurants sollen unterdessen nur noch zwischen 6 und 18 Uhr öffnen dürfen und nur noch eine begrenzte Anzahl an Gästen einlassen.Veranstaltungen mit 50 und mehr Teilnehmern sind verboten. Dem Beispiel Bayerns, das am Montag den Katastrophenfall ausrief, wolle Mecklenburg-Vorpommern zunächst nicht folgen.

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Zuletzt waren bereits Schließungen von Schulen, Kitas, Museen und Freizeiteinrichtungen beschlossen worden.

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