In Mecklenburg-Vorpommern soll der Schulunterricht auch in der Omikron-Welle aufrechterhalten werden.
In Mecklenburg-Vorpommern soll der Schulunterricht auch in der Omikron-Welle aufrechterhalten werden. Rolf Vennenbernd
Drei-Phasen-Modell

MV-Schulen entscheiden selbst über Corona-Unterricht

MV bereitet sich auf die prophezeite Omikron-Welle vor. Das Bildungsministerium will mit einem Drei-Phasen-Modell möglichst viel Schule sicher stellen. Dabei gibt es eine Besonderheit.
Schwerin

Eines stellte Simone Oldenburg am Montagmittag in einer Pressekonferenz wiederholt unmissverständlich fest. „Der Präsenzunterricht hat weiterhin oberste Priorität”, betonte die Bildungsministerin mit Blick auf die kommenden Wochen – und die zu erwartende hohe Anzahl an mit dem Omikron-Virus infizierten Lehrern und Schülern.

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Allerdings ließ die Linkspolitikerin auch ein großes Aber folgen: Sollte es gerade bei den Lehrern zu größeren Ausfällen kommen, bekommen die Schulen ein im Bildungsministerium in den vergangenen Wochen entwickeltes Drei-Phasen-Modell an die Hand: Dort ist festgelegt, ob an den Schulen – je nach Anzahl der Infektionsfälle und der örtlichen Begebenheiten – Präsenz-, Wechsel- oder Distanzunterricht stattfinden soll. Das heißt: Die Schulleitungen können mit ihrem Wissen vor Ort entscheiden, welche Phase sie bei der Beschulung anwenden.

Wichtig sei, dass die Schüler beim Wechsel- und Distanzunterricht feste Aufgabenpakete bekommen würden, die so vorbereitet seien, dass Eltern nicht die Rolle von Ersatz-Lehrern übernehmen müssten, sagte Oldenburg.

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Kay Czerwinski, Vorsitzender des Landeselternrates, begrüßte das Drei-Phasen-Modell als „gute Leitplanke, um möglichst sicher durch die Omikron-Welle zu bekommen”. Czwerwinski unterstrich die Bedeutung des Präsenzunterrichts. „Schule muss in der Schule stattfinden”, so der Vorsitzende des Landeselternrates.

 

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