RUSSLANDTAG

MV setzt auf gute Beziehungen zu Russland

Traditionell ist Mecklenburg-Vorpommern politisch und wirtschaftlich eng mit Russland verbunden. Damit das auch in Corona-Zeiten so bleibt, gibt es einen besonderen Termin.
Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und der russische Botschafter in Berlin, Sergej Net
Manuela Schwesig, die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und der russische Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, besichtigten Ende April die Gasanlandestation von Nord Stream 2 in Lubmin. (Archivbild) Jens Büttner
Schwerin ·

Trotz oder gerade wegen der kontroversen weltpolitischen Diskussion um die Gaspipeline Nord Stream 2 und auch in schwierigen Corona-Zeiten lassen sich Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern im Land und dem Ostinstitut Wismar nicht davon abhalten, den 4. Russlandtag zu veranstalten.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung dieses Mal digital statt. Dazu werden je ein Studio in der Rostocker Stadthalle und auf dem St. Petersburg International Economic Forums /SPIEF in Russland aufgebaut. So können Teilnehmer aus beiden Ländern zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung zusammen geschaltet werden.

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Größtes deutsch-russisches Wirtschaftstreffen in Deutschland

Nach der Eröffnung durch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in Rostock wird der russische Minister für Industrie und Handel, Denis Manturow, in St. Petersburg ein Grußwort halten. Auch der russische Botschafter in Deutschland Sergej Netschajew, der Gouverneur des Leningrader Gebietes, Alexander Drosdenko, der Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck, der Vorsitzende des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, und der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, sind bei der Auftaktveranstaltung mit dabei.

Am Nachmittag können die Teilnehmer des Russlandtags an sechs parallelen Themenforen in Form von Videokonferenzen mitwirken. Alle Programmteile werden simultan deutsch-russisch übersetzt.

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„Der Russlandtag MV hat sich zum größten deutsch-russischen Wirtschaftstreffen in Deutschland entwickelt. Wir wollen auch mit dem 4. Russlandtag Unternehmen aus Deutschland, insbesondere aus Mecklenburg-Vorpommern, und aus Russland zusammenführen. Die Signale, die wir aus der Wirtschaft bekommen, sind positiv. Es gibt nach wie vor ein starkes Interesse, die wirtschaftlichen Beziehungen auszubauen“, erklärte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue, am Freitag in Schwerin.

Enge Partnerschaft mit Russland

Die Landesregierung bleibe laut Geue hinsichtlich der deutsch-russischen Beziehungen bei ihrer Haltung. „Es ist wichtig, Kontakte zu pflegen und miteinander im Dialog zu bleiben. Der Russlandtag ist Teil unserer regionalen Partnerschaft mit der Region rund um St. Petersburg, dem Leningrader Gebiet. Regionale Partnerschaften können einen wichtigen Beitrag zum Dialog zwischen Deutschland und Russland insgesamt leisten”, betonte der Chef der Staatskanzlei. Mecklenburg-Vorpommern arbeite aber auch mit den anderen Staaten im Ostseeraum eng zusammen, ergänzte Geue.

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