LOCKDOWN-LOCKERUNGEN

MV setzt Luca-App zur Kontaktverfolgung ein

MV hat Lizenzen für die Luca-App eingekauft, die Händlern, Gastronomen und Behörden die Kontaktverfolgung erleichtern soll. Die bisherige Lösung ist datenschutzrechtlich bedenklich.
dpa
Beispielsweise in der Stadt Rostock wir der QR-Code der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung bereits genutzt.
Beispielsweise in der Stadt Rostock wir der QR-Code der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung bereits genutzt. Bernd Wüstneck
Schwerin ·

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat eine Lizenz für die Nutzung der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung gekauft. Es sei damit das erste Bundesland, teilte das Digitalisierungsministerium des Landes am Montag mit. „Das System ermöglicht schnell und einfach die Kontaktnachverfolgung nach dem Auftreten einer Corona-Infektion”, wird Minister Christian Pegel (SPD) zitiert. Es handele sich um einen wichtigen Baustein bei weiteren Öffnungsschritten, etwa in Gastronomie und Kultur.

Lesen Sie mehr dazu hier: Tourismusbranche fordert Luca-App für MV

Händler, Gastronome, Behörden, Kulturtreibende und alle anderen, die mit Publikum zu tun haben, können sich demnach auf einem zentralen, sicheren Server registrieren. „Sie erhalten einen QR-Code. Luca-Nutzer können sich damit auf ihrem Endgerät an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit als Besucher registrieren”, erklärte Pegel. Zugriff auf den Server hätten nur die Gesundheitsämter. Diese könnten die Daten nutzen, falls dies durch einen positiven Corona-Test erforderlich wird. Die Daten werden nach Angaben des Ministeriums zentral bei der Bundesdruckerei gespeichert.

Mehr lesen: Innenminister shoppt trotz Corona-Regeln in Rostock

Nach dem bereits am Freitag erfolgten Vertragsabschluss mit dem Hersteller der App würden jetzt die erforderlichen Datenbanken eingerichtet. Spätestens in der zweiten Aprilwoche soll das vom Land aufgesetzte System zur Verfügung stehen. Bereits jetzt könne man zwar die frei verfügbare Luca-App nutzen. Allerdings müssen nach Angaben des Ministeriums aktuell Händler die Daten noch auf ihren Endgeräten speichern. Das werfe Datenschutz- und Datensicherheitsfragen auf. Die Kosten für die Lizenz und den Betrieb belaufen sich laut Ministerium auf etwa 440.000 Euro. „Der volkswirtschaftliche Nutzen dürfte um ein Vielfaches höher liegen”, teilte Pegel mit.

Lesen Sie auch: Aldi zeigt Bundesregierung, wie man Schnelltests bestellt

Corona-Update per Mail

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark. Jetzt kostenfrei anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage

Kommentare (5)

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Verschwendung von Steuergeldern wird hier noch als Nutzen abgefeiert - widerlich!

sag ich da nur.
Zu wann ist in MV das Punktesystem für Wohlverhalten der Bevölkerung geplant?
Wäre ja dann logischerweise der nächste Schritt...
Natürlich ist es ein großer Nutzen für die Volkswirtschaft und den Staat, wenn das dumme Steuervieh nach Belieben überwacht und umher kommandiert werden kann.
Glaubt eigentlich jemand, dass so ein Zutrittssystem jemals wieder eingestampft wird, wenn es erst mal installiert und den Menschen aufgezwungen wurde?

Information darüber, was die Lizenz dem Land gekostet hat. Schließlich ist SMUDO ein Multimillionär, der der SPD sehr nahe steht!

Ist schon erstaunlich, wie es einigen schon beim Lesen der Überschrift lauwarm am Bein ruterläuft

steht was zu den Kosten für die Gesundheitsämter:

https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2021-03/52220072-laender-rechnen-mit-hohen-kosten-fuer-einsatz-der-luca-app-003.htm