Bald Beitragsfreie Kitas?

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MV bekommt mehr Geld für Kindergärten

Die Verteilung der Mittel soll sich nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechsjährigen in den einzelnen Bundesländern richten.
Die Verteilung der Mittel soll sich nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechsjährigen in den einzelnen Bundesländern richten.
Uwe Zucchi

Der Bund will den Ländern bis 2021 insgesamt 3,5 Milliarden Euro für Kitas geben. Mecklenburg-Vorpommern profitiert überdurchschnittlich stark vom Extra-Geld.

Mecklenburg-Vorpommern will das zusätzliche Geld des Bundes für die Kitas zum Großteil in die vollständige Beitragsfreiheit der Eltern stecken. Das sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Freitag nach der Jugend- und Familienkonferenz in Kiel. Dort hatte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) die Eckpunkte des von ihr geplanten „Gute Kita-Gesetzes” vorgestellt.

Den Ländern sollen von 2019 bis 2021 insgesamt 3,5 Milliarden Euro für mehr Qualität und weniger Elterngebühren zur Verfügung gestellt werden. Weitere 2 Milliarden Euro sind für das Jahr 2022 angekündigt.

Länder fordern Absicherung der Bundesmittel

Die Verteilung der Mittel soll sich Drese zufolge nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechsjährigen in den einzelnen Bundesländern richten. „Durch unseren überdurchschnittlichen Anstieg der Geburtenraten in den letzten Jahren profitieren wir dann überdurchschnittlich von den Bundesmitteln”, sagte sie.

Kommentar: MV bleibt kostenfreie Kitas schuldig

Geplant ist nach ihren Worten, dass der Bund im kommenden Jahr Zielvereinbarungen mit allen 16 Ländern über die Verwendung der Mittel schließt.

Die Länder forderten in Kiel aber auch Nachbesserungen der Bundespläne. Sie erklärten, dass eine Zusage für die kommenden drei Jahre nicht reiche. „Die Länder erwarten für die notwendige Weiterentwicklung der Kitas, dass die finanzielle Beteiligung des Bundes über 2021 hinaus strukturell und dauerhaft abgesichert wird”, sagte Schleswig-Holsteins Ressortchef Heiner Garg (FDP).