Gesundheitsminister Glawe

MV stoppt Nutzung von Astrazeneca-Impfstoff

Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca war beim Transport nach MV unterkühlt und ist somit womöglich unbrauchbar. Die Nutzung wurde vorerst ausgesetzt, teilte Gesundheitsminister Glawe mit.
dpa
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. (Symbolbild)
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. (Symbolbild) Russell Cheyne
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommern hat die Nutzung einer Lieferung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt. Als Grund nannte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin mögliche Unterschreitungen der Lagertemperatur beim Transport. Bei der Anlieferung des Impfstoffes seien in Impfzentren des Landes Abweichungen vom vorgeschriebenen Temperaturbereich registriert worden. Die Spanne von 2 bis 8 Grad Celsius sei möglicherweise in einigen Fällen unterschritten worden, hieß es. An der Aufklärung der Ursache werde „mit Hochdruck“ gearbeitet, versicherte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Abend.

Die Aussetzung der Impfungen mit dem betroffenen Impfstoff sei eine Vorsorgemaßnahme. Krankenhäuser und Impfzentren seien informiert. Nach Angaben Glawes wird nun mit dem Hersteller und der zuständigen Stelle für Arzneimittelüberwachung geklärt, ob die 7200 am Montag angelieferten Dosen weiter verwendet werden können. Bislang erhielt Mecklenburg-Vorpommern laut Ministerium insgesamt 14.400 Impfdosen des britisch-schwedischen Pharma-Unternehmens Astrazeneca.

Die Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna, die bei deutlich tieferen Temperaturen gelagert werden müssen, würden uneingeschränkt weiter verteilt und eingesetzt. Von Biontech kamen den Angaben zufolge bislang rund 114.000 Impfdosen im Nordosten an, von Moderna 6000.

Weiterlesen: Wer profitiert jetzt vom neuen Corona-Impfstoff von Astrazenica?

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Kommentare (8)

Einmal mit Profis arbeiten....
Das Ganze gerät langsam zur Lachnummer in MV

Wirklich nur falsch gelagert oder lieber schnell aus dem Verkehr zeihen weil es in anderen Ländern Probleme mit diesem Impfstoff gab?

...wir schaffen das...

endlich mit dem Massentest aufzuhören, bevor noch mehr passiert.
Dieser Impfstoff ist nicht ausreichend getestet und außerdem ist es kein gewöhnlicher Impfstoff.
Schluß damit, das kann niemand verantworten.
Im anderen Beitrag spricht jemand davon, daß die Impfnebenwirkungen zeigen, daß der Impfstoff wirkt.
Möge jeder selbst entscheiden, wie er darüber denkt.

von AstraZeneca ist ein herkömmlicher, gewöhnlicher Vektor-Impfstoff.
Aber Sie haben Recht: die mRNA-Impfstoffe haben eine viel bessere Wirkung und selten Nebenwirkungen. Und tatsächlich beweisen auch Nebenwirkungen, dass ein Impfstoff seine Schutzwirkung aufbaut - diese sollten allerdings gering und tolerierbar sein.
Und, weil sich hier so viele in Rage bringen: Es gibt KEINE IMPFPFLICHT, Ihr müsst nicht, keiner zwingt Euch!
Aber eine Sache ist klar: Wir werden die Pandemie nur mit einer hohen Impfquote beenden können!

...hat sich verkühlt.

weder wird eine Immunität erzielt, noch verhindert es die Übertragung.
In Schweden wurde in einigen Regionen bereits ein Spritzstopp verhangen. Eine Rate von 25% schwerer Nebenwirkungen war zu viel. Astrazeneca hatte in seinen Studien "nur" eine Rate von 10% schwerer Nebenwirkungen.

Ein transparenter Umgang mit Nebenwirkungen aller Impfstoffe ist eine Grundvoraussetzung für die Impfbereitschaft.