VIRUS

MV verbietet wegen Coronavirus alle Großveranstaltungen

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus hat die Landesregierung Großveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern untersagt.
dpa
In Mecklenburg-Vorpommern wurde Großveranstaltungen verboten.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde Großveranstaltungen verboten. © bernardbodo – stock.adobe.com
Schwerin.

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus hat die Landesregierung Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen untersagt. Ziel dieser Anordnung sei es, die weitere Ausbreitung des Virus hinauszuzögern, hieß es am Donnerstag in Schwerin. Auch in der Mecklenburgischen Seenplatte und Vorpommern gibt es Absagen wegen der Coronavirus-Gefahr. Die komplette Übersicht finden Sie hier.

Ratgeber: Veranstaltung wegen Coronavirus abgesagt – Diese Rechte haben Sie.

Der Erlass gelte zunächst bis zum 19. April. Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern sollen demnach «kritisch geprüft» werden. Ziel sei die Kontaktreduzierung. Geprüft werden solle, ob die Veranstaltungen nicht verschoben, in einem anderen Format stattfinden oder aber ganz ausfallen sollten, um damit die Infektionswege zu vermindern, erklärte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU).

 

Bereits am Mittwoch hatte die Rostocker Stadtverwaltung Veranstaltungen ab 1000 Personen untersagt. Veranstaltungen ab 200 Personen müssten angemeldet werden, hieß es.

Bislang sind den Gesundheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern zufolge 19 Menschen positiv auf das Virus getestet worden - darunter zwei Ärzte der Universitätsmedizin Rostock, wie am Donnerstag bekannt wurde. Betroffen sind die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Rostock, Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie die Hansestadt Rostock und die Landeshauptstadt Schwerin.

Mehr lesen: Bundestag geht Desinfektionsmittel aus.

Noch am Mittwoch hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) im Landtag die Meinung vertreten, zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie Großveranstaltungen im Land nicht unterbinden zu wollen. Er hatte darauf verwiesen, dass die Entscheidung bei den Gesundheitsbehörden vor Ort in Abstimmung mit den jeweiligen Kommunen liege.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor empfohlen, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen abzusagen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Viele Bundesländer setzten die Empfehlung um und untersagten entsprechende Veranstaltungen.

Mehr lesen: Großstadt Halle schließt alle Schulen und Kitas!

Vollbildanzeige

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

Kommende Events in Schwerin (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (4)

Mich beschleicht so mehr und mehr das Gefühl, dass die nächste Veranstaltungen die abgesagt werden, Wahlen sein werden. Wir sollten dringend darauf aufpassen, dass nicht nach und nach unsere Grundrechte für lange Zeit in Quarantäne verschwinden.

Übertrieben: Aktionismus braucht keiner
Bei den zig tausend Toten, durch eine herkömmliche Grippewelle werden keine ähnlich drastischen Maßnahmen ergriffen.
[Anm. d. Red.: Die Coronavirus-Pandemie kann mit Blick auf die schnelle Entwicklungen in Italien schwerer verlaufen, als eine typische Grippewelle; dazu kommen die Covid-19-Lungenerkrankungen zusätzlich und belasten das Gesundheitssystem der betroffenen Länder]

Kleine Entscheidungsträger & mäßige Mediziner, folgen blind den Empfehlungen und legen unerfüllbaren Auflagen fest
Kein Veranstalter wird dem widersprechen, aus Angst vor späterer Repressalien
Leben wie in der Diktatur.

Ein Rückschlag für den gesamten Mittelstand und später die ganze Wirtschaft.
Wird auch ein Konjunkturprogramm für den normalen Bürger anschließend angestrebt?

Wo ist der Nachweis, dass auf einer ähnlichen Veranstaltung sich zig Leute ansteckten? [Anm. d. Red: Die Neue Zürcher Zeitung hat dies am Beispiel des Faschings in NRW visualisiert: https://www.nzz.ch/panorama/wie-der-fasching-die-epidemie-in-deutschland-beschleunigte-ld.1545287]

Wenn jeder den üblichen Mindeststandard der Hygiene einhält, sollte ein gewohnter Alltag weiter möglich sein.
Jeder der Angst hat kann fernbleiben, wo bleibt die Freiheit der eigenen Entscheidung.

Wozu das Einschwören der Politiker auf monatelange Entbehrungen?
Für die Medien ein Seitenfüller, streitbare Entscheidungen können, von der Politik, unter dem Radar der Bevölkerung durchgewunken werden. (Siehe SOG)

Ich gehe zu Dieter Nuhr in Berlin od. Brandenburg, traurig das einen die Lebensfreude so entschieden geraubt wird.

Ich bin nur enttäuscht über den schwammigen Kurs des Bundesgesundheitsminister, eine ähnlich klare Ansage und generelle Festlegung zum Ende der letzten Woche, generell alles in Deutschland alles abzusagen. Hätte für viele Planungssicherheit bedeutet.
Harte Entscheidung, aber in anderen Demokratien ist es auch möglich. Profil zeigen bringt Sympathiepunkte.

So bringen sich Provinzfürsten und Wichtigtuer in Stellung und beeinflussen das Leben von Millionen nach Gutdünken.
Es sollte da eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden. Willkür ist Tür und Tor geöffnet.

Hab ich schon erwähnt, dass ich mich und meine Lieben auch nicht anstecken möchte. Aber am öffentlichen Leben teilnehmen möchte ich weiterhin.

Hoffentlich können wir weiter einkaufen. Und werden nicht weiter, gegen unseren Willen vereinzelnd.
Die Politik sollte Pläne zur Notversorgung auch mit Medikament und Desinfektionsmittel publizieren lassen.
Wo bleibt die, in die Pflichtnahme der Arbeitgeber Desinfektionsmittel zu Verfügung zu stellen.

... Arbeit und einkaufen auch zu verbieten. Ich kann weder für Arbeitskollegen noch Supermarktkunden garantieren. Bei der nächsten natürlichen Grippe-Pandemie werden wieder zehntausende Menschen sterben - dann ist alles wieder gut und es geht den gewohnten Gang auf diesem verrückten Erdball.

[Red: Die Neue Zürcher Zeitung hat dies am Beispiel des Faschings in NRW visualisiert: https://www.nzz.ch/panorama/wie-der-fasching-die-epidemie-in-deutschland-beschleunigte-ld.1545287]

Die Ausbreitung in Deutschland verläuft genauso exponentiell wie in allen anderen betroffenen Staaten. Der Grund wieso sich die Krankheit in der Zeit des Karnevals ausgebreitet hat, hängt wohl viel mehr damit zusammen, dass erst ab diesen Zeitpunkt getestet wurde.
Der Virus kann schon viel früher aufgetreten sein, auf Grund fehlender oder zu geringer Test, wurde dieser nicht diagnostiziert.

Wenn sie jeden Deutschen flächendeckend auf Hepatitis oder HIV testen würden, würde auch hier die Fallzahlen enorm ansteigen.