CORONA-PANDEMIE

MV-Verfassungsschutz findet Verschwörungstheorien beunruhigend

Die Corona-Pandemie verunsichert viele Menschen. Mit Verschwörungstheorien geben unter anderem Rechtsextremisten im Internet einfache Antworten auf komplizierte Fragen.
dpa
Rund um die Corona-Pandemie ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien.
Rund um die Corona-Pandemie ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Boris Roessler
Schwerin ·

Rechtsextremisten versuchen nach Angaben des Verfassungsschutzes in Mecklenburg-Vorpommern die Corona-Krise gezielt für sich auszunutzen. „Die Pandemie wird zum Anlass genommen, um die Bundesregierung in hetzerischer Art zu kritisieren, zum Teil antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten und Migranten als Überträger des Virus zu stigmatisieren”, erklärte eine Sprecherin des Innenministeriums in Schwerin. Sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter, die die Existenz der Bundesrepublik nicht anerkennen, stellten die Corona-Pandemie als eine gesteuerten Aktion durch globale Eliten und Großkonzerne dar.

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„Beunruhigend ist das Zeichnen von Untergangsszenarien, die mit Vorstellungen eines radikalen Wandels von Staat und Gesellschaft im Sinne der eigenen Ideologie verbunden werden”, erklärte das Innenministerium. Die rechtsextremistische Szene glaube, dass ihre im Internet verbreiteten Positionen bei einer verunsicherten Bevölkerung auf Zustimmung stießen. Szenemitglieder beteiligten sich darum auch an Protesten gegen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus.

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Die Verfassungsschützer von Bund und Ländern verzeichneten eine angespannte Lage, hieß es. Ein relevantes Anwachsen der Szene oder eine Ausweitung ihres Einflusses sei allerdings nicht zu beobachten. In seinem jüngsten Bericht hatte der Verfassungsschutz die Zahl der Reichsbürger und Selbstverwalter in Mecklenburg-Vorpommern für 2018 mit 450 angegeben.

Im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die rechtsextreme Gruppe „Nordkreuz” war im vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern auch die sogenannte Prepper-Szene ins Blickfeld der Behörden geraten. Prepper (von Englisch „to be prepared”/vorbereitet sein) legen sich große Vorräte an, um erwartete Krisen zu überstehen. Diese heterogene Szene werde vom Verfassungsschutz aber nur dann beobachtet, wenn sie extremistische Ziele verfolge, betonte das Innenministerium. In der Corona-Krise riefen auch Rechtsextremisten zu Vorsorgeaktivitäten auf.

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Kommentare (1)

Bitte auf die Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gehen.
Da finden Sie eine schöne Vorsorge-Anleitung... für Prepper???
Ist das Bundesamt jetzt auch rechtsradikal???