Lebensmittelgeschäfte haben weiterhin geöffnet, durch Schutzwände und Folien sollen Mitarbeiter vor dem Coronav
Lebensmittelgeschäfte haben weiterhin geöffnet, durch Schutzwände und Folien sollen Mitarbeiter vor dem Coronavirus geschützt werden. Für Kunden gelten neue Regeln. Archivbild / Jens Büttner
Einlasskontrollen

MV hat Corona-Regeln für Supermärkte verschärft

Schon seit einiger Zeit war in Mecklenburg-Vorpommern das Einkaufen in Supermärkten wegen der Corona-Maßnahmen nicht besonders angenehm. Jetzt wurden die Regeln noch mal verschärft.
Schwerin

Die MV-Regierung hat strengere Regeln für das Einkaufen im Land beschlossen. Demnach sind in allen Verkaufsstellen, die noch geöffnet haben dürfen (s.unten), die gestiegenen Hygieneanforderungen einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen. So soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert bzw. verlangsamt werden.

Die Abstandsregelungen (mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Personen) müssen zwingend eingehalten werden. Zudem sind seit dem 3. April Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen erforderlich. Diese sollen insbesondere bei großen Supermärkten sicherstellen, dass sich je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche jeweils nur ein Kunde mit einem Einkaufswagen aufhält. Damit wird die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig in einem Markt aufhalten dürfen, beschränkt.

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Hausverbote für Verweigerer

Auch müssen die Supermärkte verstärkt reinigen und desinfizieren sowie Kunden über gut sichtbare Aushänge oder regelmäßige Durchsagen über die Schutzmaßnahmen informieren. Kunden, die sich nicht daran halten, sollen Hausverbote ausgesprochen werden. Aus hygienischen Gründen wird zudem eine bargeldlose Bezahlung dringend empfohlen.

 

Und die Landesregierung macht in der neuen Verordnung ganz deutlich, dass nur noch Einrichtungen geöffnet haben dürfen, die diese Auflagen in ihren Räumen und im umfriedeten Bereich mit Publikumsverkehr auch tatsächlich einhalten. Ansonsten ist deren Betrieb nicht mehr zulässig.

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Ostereinkauf frühzeitig erledigen

Angesichts der anhaltend hohen Kundenfrequenz in der Corona-Krise blicken die Handelsketten mit gewissem Bangen auf die kommende Woche, die traditionell mit Gründonnerstag und Ostersonnabend zu den umsatzstärksten Einkaufstagen überhaupt zählt.

Noch immer hat der Handel Probleme damit, die Regale aufzufüllen. Nach wie vor herrscht bei Klopapier und Desinfektionsmitteln oft gähnende Leere. Der Handel bittet darum, zu Ostern frühzeitig einkaufen.

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Einzelhandel größtenteils geschlossen

Bereits seit mehreren Wochen sind Verkaufsstellen des Einzelhandels geschlossen. Ein Verkauf mittels Lieferdiensten oder Abholung bleibt gestattet. Nicht betroffen von den Schließungen sind: Einzelhandelsbetriebe für Lebensmittel, der Großhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Zeitungsverkauf, Tabak- und Genusswaren, Tierbedarfsmärkte und Blumenläden.

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Dienstleistungsbetriebe, Handwerksbetriebe sowie Handwerksbetriebe mit angeschlossenem Verkauf können ihren Betrieb fortsetzen. Gleiches gilt für Betriebe des Heilmittelbereichs (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie), soweit die Behandlungen medizinisch notwendig sind. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Sonnenstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist, wurden ebenfalls geschlossen.

Hier finden Sie die komplette Verordnung der Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2.

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