CORONAVIRUS

MV verschärft nach Herbstferien Corona-Regeln an Schulen

Betretungsverbot! Dies gilt für alle Schüler in Mecklenburg-Vorpommern, die am ersten Tag nach den Herbstferien nicht eine ganze Reihe von Unterlagen und Nachweisen in der Schule vorlegen können.
Nach den Herbstferien werden die Corona-Regeln an den Schulen in MV verschärft (Symbolbild).
Nach den Herbstferien werden die Corona-Regeln an den Schulen in MV verschärft (Symbolbild). Claus Schunk
Schwerin.

Offensichtlich plant die MV-Regierung, nach den Herbstferien die Corona-Regeln an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zu verschärfen. Schüler müssten nach den Ferien Mitte Oktober eine Reise-Erklärung und eine Gesundheitsbestätigung vorlegen. Auf diese Weise solle Corona-Erkrankungen vorgebeugt werden. So habe es das Regierungskabinett beschlossen, erklärte Henning Lipski, Sprecher des Bildungsministeriums, gegenüber dem Nordkurier.

Mehr lesen: Sieben neue Corona-Infektionen in MV registriert

Demnach müssen Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder am 12. Oktober, dem ersten Schultag nach den Herbstferien, die Unterlagen in der Schule vorlegen – sonst gelte „ein Betretungsverbot”, heißt es in einem Schreiben an die Schulleiter in MV. Geben die Eltern diese Erklärungen nicht ab, darf das Kind nach den Herbstferien bis zu zwei Wochen lang die Schule nicht besuchen. Eltern müssen versichern, dass sich ihre Kinder nicht in Corona-Risikogebieten aufgehalten hätten.

Das ist noch gefordert

Ferner müssen Familien versichern, dass keinerlei Corona-Symptome wie Fieber oder Husten bei den Kindern bekannt seien. Zudem müsse per Unterschrift bestätigt werden, dass die Jungen und Mädchen in den zurückliegenden 14 Tagen keinen Kontakt zu Corona-Infizierten hatten. Weiterhin müssten die Schulen den Ordnungsbehörden melden, von wem diese Bescheinigung nicht vorliege. Dann könnte den Eltern ein Bußgeldverfahren drohen. Das geht aus einer neuen Verordnung hervor, die am Mittwoch in Kraft getreten ist.

Schüler, die für den Schulweg Bus oder Bahn nutzen, sollen künftig auch auf dem Schulweg einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn sie in großen Gruppen zusammen sind und der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Das ist oft an Haltestellen der Fall.

Mehr lesen: Mann benutzt Schlange als Corona-Maske im Bus

In welcher Form die Unterlagen eingereicht werden sollen oder wo die Eltern die entsprechenden Formulare erhalten bzw. zugeschickt bekommen, ist nach derzeitigem Stand noch nicht bekannt. Wir berichten aber nach, sobald etwas bekannt ist.

Eine Klarstellung enthält die Regelung der Landesregierung auch in Bezug auf Lehrer und andere Beschäftigte an Schulen: Eine Reise in ein Corona-Risikogebiet könne als Verstoß gegen die Dienstpflicht gewertet werden, heißt es.

Mehr lesen: Herbstferien trotz Corona – wohin geht die Reise?

Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 16. September um 19.38 Uhr, um einige Angaben ergänzt.

 

JETZT NEU: CORONA-UPDATE PER MAIL

Der tägliche Überblick über die Fallzahlen, aktuellen Regelungen und neuen Entwicklungen rund um das Corona-Virus in Mecklenburg, Vorpommern und der Uckermark.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

Kommende Events in Schwerin (Anzeige)

zur Homepage

Kommentare (7)

"Wir haben bei uns in Mecklenburg-Vorpommern geregelt, dass alle, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtend in Quarantäne müssen.”
.

hat diese Auskünfte immer der zuständige IM mitgeteilt.
Warum setzt man nicht gleich Spitzel auf alle Bürger an.
Oder noch besser, baut eine Mauer um MV, damit nicht mehr gereist werden kann.
Das spart Verwaltungsaufwand und hält die totbringende Seuche 🤣🤣🤣🤣🤣fern.

Wie wäre es den, wenn zur Abwechslung dazu übergegangen wird, Entscheidungen dieser Art auf Grund von wissenschaftlich fundierten Fakten zu treffen und nicht den Allmachtsfantasien derer da im "Goldenen Schloss" freien Lauf zu lassen.

Be ashamed of the princess of darkness for this arrogance! Not my Prime Minister!

...irgendwann mal blöd auf den Kopf gefallen. Ständig diese Angeberei um die doch so positiven Zahlen in MV und dann wieder so ein Mist. In MV geht es uns doch gut mit den aktuellen Maßnahmen, warum muss man hier Eltern und Kinder schon wieder in die Zange nehmen?Die denken bestimmt, uns wird langsam langweilig, weil sich keine neuen Zwangsmaßnahmen anbahnten.

die geringen Infektionszahlen in Deutschland und speziell in MV genau mit diesen Maßnahmen zu tun haben könnten? In Israel ist der zweite Lock Down gestartet, in Deutschland haben wir mittlerweile wieder 2000 Neuinfektionen pro Tag. Das alles zu ignorieren wäre einfach verantwortungslos. Und was genau verlangt das Bildungsministerium? Eine Erklärung, dass die Kinder nicht in Corona-Risikogebieten waren, nicht akute Krankheitssymptome aufweisen und nicht mit Coronainfizierten Kontakt hatten. Dazu die Maske auf dem Schulweg, wenn mit Bus angereist wird. Wo liegt hier das Problem? Worüber regen Sie sich auf?

😤🙅 Jetzt sind se echt völlig durchgeknallt da in Schwerin!! 🤬

Worauf wir seit der Wende warten - zusammenwachsen, was zusammen gehört - wird nun endlich wahr! Und, wovon jeder 'Ossi' geträumt hat: Der Osten übernimmt den Westen, und nicht umgekehrt. Bitte, die Schläfer (IMs) melden sich umgehend beim LMG! Danke!