Weltraumbahnhof

MV will ab Rostock-Laage das All erobern

Fliegen vom Flughafen Rostock-Laage bald auch Raketen, Raumgleiter und Satelliten? Das möchte die Landesregierung prüfen lassen. Und die Chancen stehen offenbar gut.
Fabian Beyer Fabian Beyer
Die Landesregierung möchte prüfen lassen, ob vom Flughafen Rostock-Laage bald auch Raketen, Raumgleiter und Satelliten starten könnten.
Die Landesregierung möchte prüfen lassen, ob vom Flughafen Rostock-Laage bald auch Raketen, Raumgleiter und Satelliten starten könnten. Bernd Wüstneck
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Rostock.

Bekommt Mecklenburg-Vorpommern den ersten Weltraumbahnhof in Deutschland? Genau das plant die Landesregierung auf dem Flughafen Rostock-Laage. Geprüft werden soll, ob vom größten Flughafen in MV bald auch Raketen, Raumgleiter und Satelliten starten können. Das bestätigte das Schweriner Verkehrsministerium dem Nordkurier. Rostock-Laage wäre damit nicht nur in Deutschland, sondern auch auf dem europäischen Festland Vorreiter.

Das Ministerium möchte gemeinsam mit dem Bildungsministerium eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um die Entwicklungsmöglichkeiten eines „Spaceports” zu untersuchen, heißt es. Diskutiert wird offenbar auch, ob in Laage zukünftig unbemannte Luftfahrzeuge, beispielsweise Drohnen, gebaut und getestet werden könnten.

Nicht das einzige Projekt

Doch wie stehen die Chancen? Gut, ist aus dem Verkehrsministerium zu hören. Denn: Schon lange sind im Weltraum nicht nur die staatlichen Raumfahrtagenturen wie Nasa oder die europäische Esa aktiv. „Abseits des traditionellen Raumfahrtsektors entwickelt sich ein Markt für Satelliten- und Raketentechnik, insbesondere innovative Trägersysteme mit Konstellationen auf Kleinsatellitenbasis (NewSpace)", teilte eine Sprecherin von Minister Christian Pegel (SPD) mit. Für deren Transport in den Weltraum seien flexibel und individuell verfügbare Start- und Landemöglichkeiten erforderlich. „Der Flughafen Rostock-Laage könnte für dieses Geschäftsfeld ein Standort sein.”

Das scheint aber nicht das einzige Projekt zu sein, an dem die Beteiligten derzeit arbeiten. So hat die Bundesregierung erst am Ende des vergangenen Jahres einen Millionenbetrag bewilligt, damit das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unbemannte Luftfahrtsystem bauen, testen und zulassen kann.

Dem Landrat Sebastien Constien (SPD) zufolge könnte Rostock-Laage schon bald Teil eines „nationalen Erprobungszentrums” für die am DLR entwickelten Drohnen werden. Eingesetzt werden sollen diese in der Landwirtschaft, aber auch Paketdienstleister könnten profitieren. „Mit dem naheliegenden Luftraum über der Ostsee stünde ein Gebiet zur Verfügung, über dem für die Bevölkerung weitgehend störungsfrei erprobt werden könnte”, so Constien.

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Kommentare (4)

Was haben die schon wieder genommen in Schwerin? Raketentechnikfachpersonal gibt's in Mecklenburg Vorpommern zu Hauf, die nur darauf warten heimatnah Arbeit zu finden. Der stink normale Arbeitnehmer in MV hat da wieder nichts von, ausser Werkhalle aufräumen, oder Startbahn fegen, wenn überhaupt. Das richtige Fachpersonal muss wieder umsiedeln, obwohl sie das wahrscheinlich nicht wollen, weil sie gerade woanders heimisch geworden sind. Nur weil wieder Politiker und Wirtschaftsbosse an Größenwahn leiden.

Vorgestern Hyperloop, heute Weltraumbahnhof. Wie steht es eigentlich am Fluhafen Parchim mit Herrn Pang?

Ende 2018 waren es noch 25 Mitarbeiter, seit 1.1. 2019 verbleiben fünf Mitarbeiter.

gehen bald die Lichter aus. Die traurige Wahrheit schreiben sie nicht. Statt dessen Hirngespinste!