Landtag

MV will Schüler und Lehrer auf Coronaviren testen

Mit einem Frühwarnsystem möchte die MV-Regierung die Ausbreitung des Coronavirus an den Schulen verhindern. Und noch etwas kündigte die Bildungsministerin an.
Ab dem 3. August soll es in MV wieder jeden Tag Schulunterricht geben.
Ab dem 3. August soll es in MV wieder jeden Tag Schulunterricht geben. Daniel Reinhardt
Schwerin

Am 16. März sind die Schulen in MV über Nacht geschlossen worden. „In unser Schulsystem ist ein Blitz in Form eines Virus eingeschlagen”, blickte Bernhard Wildt, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, zu Beginn seiner Rede im Landtag drei Monate zurück. Um dann die Zukunft zu beschreiben: „Ab dem 3. August wollen und müssen wir wieder einen verlässlichen und normalisierten Schulbetrieb gewährleisten. Der jetzige Zustand mit nur wenigen Unterrichtsstunden ist nicht zufriedenstellend.”

Um nach den Sommerferien wieder möglichst in den Normalbetrieb an den Schulen zu gehen, soll laut Wildt und dem Willen der beiden Regierungsfraktionen CDU und SPD auf wissenschaftlich basierten Konzepten gearbeitet werden.

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Klassen oder ganze Schulen wieder schließen

„Wir brauchen ein Frühwarnsystem, um Risiken und Ausbrüche des Coronavirus zu vermeiden. Dazu soll es systematische Testungen auf friewilliger Basis von Schülern und Lehrern an den Schulen geben”, kündigte Wildt an. Sollte es dann Infizierte geben, müsse vor Ort flexibel reagiert werden. Konkret: „Dann müssen wir gegebenenfalls Klassen oder gar ganze Schulen schließen”, machte Wildt im Sinne der Landesregierung deutlich.

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Gleichzeitig warnte der CDU-Politiker vor Alleingängen in der Wiederaufnahme des Schulbetriebs – MV wolle sich im Rahmen der bundeseinheitlichen Vorgaben durch die Kultusministerkonferenz leiten lassen.

Lernplattform und Schwimmkurse

Horst Förster von der AfD konstatierte einen Widerspruch: „Alleingang und flexibel vor Ort reagieren oder doch wie alle anderen Bundesländer handeln?”, fragte Förster. Eine schlüssige Antwort konnten weder Wildt noch Bildungsministerin Bettina Martin in der Landtagsdebatte liefern.

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Letztere machte zudem deutlich, dass der digitale Unterricht parallel zum Präsenzunterricht ausgebaut werden solle. Dazu werde die Lernplattform „itslearning” in MV installiert. „Dies ist der Mercedes unter den Online-Lern-Plattformen”, sagte Martin. In den Ferien solle es zudem freiwillige Lernangebote geben und kostenlose Schwimmkurse zur Verfügung stehen.

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