HOMEOFFICE

MV wird aus dem heimischen Wohnzimmer regiert

Die MV-Regierung appelliert immer wieder an die Wirtschaft, die Arbeitnehmer im Homeoffice zu lassen, um das Coronavirus einzudämmen. Doch folgen die Ministerien auch diesem Aufruf?
Großteile des Regierungsapparates in MV arbeiten in der Corona-Pandemie im Homeoffice.
Großteile des Regierungsapparates in MV arbeiten in der Corona-Pandemie im Homeoffice. Sebastian Gollnow
Schwerin ·

Sind die Ministerien der MV-Landesregierung Vorbilder mit der Arbeit im Homeoffice? Oder ruft die Landesregierung nur andere Wirtschaftsbereiche dazu auf und macht ungezügelt mit der Büroarbeit in den Ministerien weiter? Der Nordkurier hat sich in zwei Ministerium und der Staatskanzlei umgehört.

Grundsätzlich schickt Regierungssprecher Andreas Timm voraus, dass die Landesregierung in Schwerin ihre Beschäftigten gebeten habe, „die dienstlichen Aufgaben im häuslichen Umfeld wahrzunehmen, soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen”. Dieser Appell scheint zu fruchten: In der Staatskanzlei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig arbeiten rund 95 Prozent der Beschäftigten mehrfach in der Woche und in vielen Fällen sogar vollständig von Zuhause.

Ein Blick ins von Harry Glawe (CDU) geführte Wirtschaftsministerium beweist ebenfalls, dass die Arbeit in der heimischen Küche, im Wohnzimmer oder gar im Kinderzimmer gut angenommen wird. „Von den insgesamt 244 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern befinden sich aktuell 202 im Homeoffice”, heißt es aus der Landeshauptstadt.

Zweimal pro Woche Testen

Und auch im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur von Bettina Martin sind die Büros wesentlich leerer, als in jenen Zeiten, als die Arbeitswelt noch nicht maßgeblich vom Coronavirus beeinflusst worden war. „Derzeit arbeiten 100 Prozent der rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einer Team-Regelung mindestens zweimal beziehungsweise dreimal pro Woche im Homeoffice”, berichtet Regierungssprecher Andreas Timm.

Und wie sieht es mit einer Teststrategie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Ministerien aus? Schließlich hat die Bundesregierung entschieden, dass ab Dienstag dieser Woche Unternehmen ihren Beschäftigten, die sich nicht im Homeoffice befinden, ein Testangebot machen müssen. „In der Landesregierung gibt es dieses Angebot bereits seit einigen Wochen”, betont Timm. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen sich zweimal pro Woche selbst testen. Entsprechende Tests werden vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Das Testergebnis kann auf Wunsch bescheinigt werden.”

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