CORONA-KRISE

MV zahlt Neustart-Prämie nach Kurzarbeit

MV will laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) das Konjunkturpaket des Bundes mit insgesamt 120 Millionen Euro flankieren. Doch nicht nur für Unternehmen soll es Geld geben.
dpa
Mecklenburg-Vorpommern zahlt als erstes Bundesland eine sogenannte Neustart-Prämie für Beschäftigte nach Kurzar
Mecklenburg-Vorpommern zahlt als erstes Bundesland eine sogenannte Neustart-Prämie für Beschäftigte nach Kurzarbeit. Jens Büttner
Schwerin.

Mecklenburg-Vorpommern zahlt nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) als erstes Bundesland eine sogenannte Neustart-Prämie für Beschäftigte nach Kurzarbeit. Das Geld werde als monatlicher Bonus steuerfrei ausgereicht und könne sich insgesamt auf maximal 700 Euro summieren, sagte Schwesig am Mittwoch nach einer Beratung im „Zukunftsbündnis MV” in Schwerin, dem neben der Landesregierung auch Unternehmerverbände und Gewerkschaften angehören. Für die Neustart-Prämie seien 25 Millionen Euro eingeplant.

„Alle wissen, dass gerade in unserem Land viele noch für kleine und mittlere Löhne arbeiten. Und gerade diejenigen hat die Kurzarbeit hart getroffen”, sagte Schwesig. Wer etwa als Kellnerin oder Physiotherapeut monatelang in Kurzarbeit gewesen sei und nur 60 oder 67 Prozent seines Lohnes erhalten habe, wisse, dass man damit keine großen Sprünge machen könne. Um deren Kaufkraft zu stärken, habe sich das Land nach Beratungen mit den Sozialpartnern entschlossen, die Neustart-Prämie zu gewähren, die nicht auf die Zahlungen der Arbeitsagentur angerechnet werde.

Bis zu 700 Euro Prämie möglich

Für den zweiten und dritten Monat der Kurzarbeit solle es jeweils 200, für die drei Folgemonate je 100 Euro geben. Die Auszahlung des Geldes erfolge über die Firmen, werde aber vom Land zu 100 Prozent finanziert, sagte Schwesig.

Wie Schwesig weiter sagte, wird Mecklenburg-Vorpommern das Konjunkturpaket des Bundes mit insgesamt 120 Millionen Euro flankieren. Dieses Geld solle Unternehmen helfen, nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen wieder in Schwung zu kommen.

Mehr lesen: Alle Punkte des Konjunkturpakets im Überblick

So stocke Mecklenburg-Vorpommern seine Eigenmittel im Bund-Länder-Programm zur Stärkung der regionalen Wirtschaftsstruktur um 50 Millionen Euro auf. Mit dem Geld sollen vor allem Investitionen in die Erneuerung von Hotels, Pensionen und Ferienhäuser initiiert werden. Die Förderquote reicht von 30 bis 50 Prozent. Fünf Millionen Euro mehr gibt es für Projekte der Digitalisierung. Existenzgründer sollen wieder mit Mikrodarlehen unterstützt werden. Dazu werden nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bis zu 10 Millionen Euro bereitgestellt.

Firmen, für die die bisher gewährten Überbrückungshilfen nicht ausreichten, können aus einem Härtefallfonds unterstützt werden, der 22 Millionen Euro umfasst. Zudem gibt es einen Darlehensfonds im Umfang von 8 Millionen Euro. Wie Schwesig sagte, stammt das Geld für das Konjunkturprogramm zum Teil aus dem bereits vom Landtag beschlossenen 1,1-Milliarden-Schutzschirm. Zudem plane das Land einen weiteren Nachtragshaushalt.

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Kommentare (2)

Weis die Frau noch was sie tut? Den Sinn soll die blonde Frau doch mal erklären oder versucht Sie nur mit aller Macht Stimmen zu kaufen um über die 5% zu kommen? Unglaublich was die Frau da macht.

mit wenig Fixkosten gehen lehr aus und müssen ihre Altersrückstellungen verkaufen, wer Fleißig war und viele Steuern gezahlt hat wird bestraft, Ds wird sich noch mal rächen, wer soll denn in einem solchen Land noch fleißig sein. Bloß nicht gut wirtschaften, dann wirst du hier bestraft!