Unsere Themenseiten

:

Keine weiteren Fälle der Vogelgrippe

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb in Vorpommern sind in Mecklenburg-Vorpommern keine weiteren Verdachtsfälle aufgetaucht.
Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb in Vorpommern sind in Mecklenburg-Vorpommern keine weiteren Verdachtsfälle aufgetaucht.
Jens Büttner

Die Vogelgrippe hat sich nach dem Ausbruch in einem Putenmastbetrieb in Vorpommern bisher nicht weiter ausgebreitet. Alle Proben, die außerhalb des Betriebes bei kleinen Geflügelhaltern oder von Wildvögeln genommen wurden, waren frei von dem Virus.

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Putenmastbetrieb in Vorpommern sind im Land keine weiteren Verdachtsfälle aufgetaucht. Bisher seien 1100 Proben von Geflügel genommen worden, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag in Schwerin. Bis auf die Proben aus dem betroffenen Betrieb seien alle Tests negativ gewesen. "Die Seuche hat sich anscheinend nicht weiter ausgebreitet", sagte Backhaus. Die Entnahme von Proben gehe dennoch weiter. So würden auch Kotproben von Wildvögeln etwa am nahe gelegenen Galenbecker See untersucht. 

Nach wie vor ist unklar, wie das hochansteckende H5N8-Virus, das bisher vor allem aus Südkorea bekannt war, in den Mastbetrieb mit 31 000 Puten gelangte. Dort geht die Untersuchung von Personenkontakten, Transportwegen und Futtermitteln weiter, wie Backhaus sagte. Er hält es für möglich, dass die Ursache nicht herausgefunden werden kann.

Mitte Dezember darf die Tierhalterung wieder losgehen

Wenn es keine neuen Verdachtsfälle gibt, dürfen Geflügelhalter in dem Drei-Kilometer-Sperrbezirk um den Ausbruchsherd frühestens am 10. Dezember wieder Tiere in ihren Ställen halten. Neben den 31 000 Puten waren vorsorglich auch rund 1000 Hühner, Enten und Gänse von Kleinsthaltern getötet worden. In dem Mastbetrieb in Heinrichswalde ist die Grobreinigung und Desinfektion am Montag abgeschlossen worden.

Backhaus verbat sich Diskussionen über den Zusammenhang zwischen der Betriebsgröße und dem Seuchenausbruch. Auch Haltungen mit weniger als fünf Tieren seien in Deutschland schon von Influenzaviren befallen worden. Der Minister verwies auf einen Vogelgrippe-Fall im Mai in einer Bio-Freilandhaltung in den Niederlanden mit 8000 Hühnern. In einem Arche-Hof in Nordrhein-Westfalen hätten 1000 Tiere zum Teil seltener Rassen wegen der Geflügelpest getötet werden müssen. "Freilandhaltung, Bio, mehr Tierschutz als nötig schützen nicht vor Vogelgrippe", sagte der Minister. Helfen könne aber die Einhaltung der Hygienevorschriften.