Tief „Benjamin"
Nächster Sturm zieht über MV

Nach einer Sturmflut am Hafen in Wismar vor wenigen Tagen droht dort erneut Hochwasser.
Nach einer Sturmflut am Hafen in Wismar vor wenigen Tagen droht dort erneut Hochwasser.
Bernd Wüstneck

An der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wird es in der Nacht zu Dienstag wieder stürmisch. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Sturmböen. In Wismar droht Hochwasser.

Kaum wütete „Zeetje” an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, bringt Sturmtief „Benjamin” erneut ungemütliches Wetter nach Deutschland. An der Ostseeküste im Land warnt der Deutsche Wetterdienst DWD in der Nacht zu Dienstag und am Vormittag vor Sturmböen.

Im Hafen von Wismar muss von Dienstagabend an schon wieder mit Hochwasser gerechnet werden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie rechnet bis zum Mittwochvormittag mit Pegelständen bis zu 1,30 Meter über Normalnull, teilte die Stadt Wismar am Montag mit.

Anwohner und Gäste sollten ihre Autos aus dem Bereich fahren, hieß es. Die Feuerwehr werde die Anwohner gefährdeter Bereiche gesondert informieren. Während des Sturms am vergangenen Mittwoch hatte Wismar eine schwere Sturmflut erlebt. Bei einem Pegelstand von 1,84 Meter über Normalnull wurden Straßen am Hafen überflutet, die Feuerwehr verteilte Sandsäcke an Anwohner.

Vereinzelt orkanartige Böen erwartet

Besonders schwere Böen erwartet der DWD an der Nordseeküste aus Nordwest bis Nord der Stärke 10 (95 Kilometer pro Stunde). Vereinzelt könne es sogar orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 105 Kilometer pro Stunde entsprechend Windstärke 11 geben, warnte der DWD am Montag.

Dabei wird der Wind reichlich Wasser gegen die Nordseeküste drücken. An der Elbe in Hamburg-St. Pauli soll der Pegel am Morgen rund einen Meter über dem normalen Hochwasser liegen, hieß es beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Damit wird die Sturmflutmarke von 1,5 Metern jedoch nicht erreicht.