Die Polizei stellte einen "Großteil" der Angreifer. 
Die Polizei stellte einen „Großteil” der Angreifer. Stefan Tretropp
Vermummte werfen Steine

Nächtliche Angriffe auf AfD-Plakatierer in Rostock

Gleich zwei Mal attackierten mutmaßliche Linksradikale einen Trupp von AfD-Plakatierern in Rostock. Steine flogen, die Polizei war mit mehreren Streifenwagen im Einsatz.
Rostock

In der Nacht zum Sonnabend hat es in der Rostocker Innenstadt einen offenbar linksradikalen Angriff auf AfD-Plakatierer gegeben. Gleich zweimal griffen vermummte Personengruppen Vertreter der AfD beim Plakatieren in der City an.

Zum ersten Angriff kam es nach Angaben der Polizei gegen Mitternacht im Bereich der Breiten Straße, Ecke Lange Straße. Wie Mario Funk vom Polizeipräsidium Rostock mitteilte, griffen etwa fünf dunkel gekleidete und zum Teil vermummte Personen gezielt die AfD-Vertreter an, unter ihnen auch Bundestagskandidat Stephan Schmidt. Diese standen unter anderem mit einer Leiter an den Laternen, um die Plakate anzubringen. Die Angreifer warfen Steine auf Personen und Transporter und flüchteten.

Zu einer zweiten Attacke der mutmaßlich Linksextremen kam es nur 45 Minuten später im Bereich der Kröpeliner Straße. Laut Funk versammelten sich nun inzwischen zehn bis 15 Personen um die AfDler und bedrängten diese. Erneut flogen Steine, einer von ihnen verfehlte einen der Plakatierer nur knapp am Kopf.

Die Polizei eilte mit mehreren Streifenwagen in die Innenstadt und stellte einen „Großteil” der Angreifer fest. „Wir haben die Identität festgestellt und eine Gefährderansprache durchgeführt”, sagte Mario Funk. Die Polizei stellte diverse Steine sicher und dokumentierte die Beschädigungen am AfD-Transporter. Verletzt wurde niemand.

Die Beamten haben Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Nach dem zweiten Angriff brachen die Vertreter der AfD die Plakatierungsaktion ab.

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