Nach dem Aufbruch eines Zigarettenautomaten auf der Insel Poel flohen die mutmaßlichen Täter, zu Fuß und mit
Nach dem Aufbruch eines Zigarettenautomaten auf der Insel Poel flohen die mutmaßlichen Täter, zu Fuß und mit dem dem Auto. Die Verfolgungsjagd endete nach Straßensperren und dem Einsatz durch eine Nagelsperre. Nordkurier
Zigaretten-Diebe

Nagelsperre beendet Autoflucht vor der Polizei

Erst knackten sie Zigarettenautomaten, dann flohen sie vor der Polizei. Die Flucht von der Insel Poel endete nach einer riskanten Verfolgungsjagd in Handschellen.
Insel Poel

Aus einem Anruf bei der Polizei entwickelte sich eine wilde Verfolgungsjagd auf der Insel Poel: Alles begann Sonntagnacht, als sich laut Polizei eine Zeugin gegen 3 Uhr meldete, weil ihr drei verdächtige Personen an einem Zigarettenautomaten auffielen. Die alarmierten Beamten konnte vor Ort einen 42-jähriger Georgier nach kurzer Flucht in Tatortnähe festnehmen. Ein Zigarettenautomat in der Wismarschen Straße war gewaltsam geöffnet worden. Zigaretten im Wert von circa 600 Euro sowie Tatwerkzeug wurden sichergestellt, so die Polizei.

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Verfolgungsjagd und Straßensperren

Weitere Streifenwagen verfolgten derweil einen von der Insel Poel fliehenden Audi, welcher sich dort vorher auffällig verhalten habe. Dieser missachtete Anhaltezeichen, umfuhr Straßensperren und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit letztlich in Richtung Neukloster.

Laut Polizei gelang es Mithilfe eines sogenannten Stopp-Sticks, einer mordernen Nagelsperre, es mindestens einen Reifen des Audis zu beschädigen. Bei Babst fuhr der Tatverdächtige zunächst in einen Graben, in Lüdersdorf endete die seine Fluchtfahrt schließlich. Dort verließ der 38-jährige Fahrer das stark beschädigte Fahrzeug und versuchte über einen Acker wegzulaufen – wo ihn die Polizisten aber festnehmen konnte.

Die Kriminalpolizei hat am Tatort sowie am Audi Spuren gesichert und Ermittlungen wegen des Verdachts eines schweren Bandendiebstahls eingeleitet.

Kein Führerschein, dazu Drogen und Alkohol

Der 38-jährige russische Fahrer soll nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis gewesen sein und gab an, Drogen und Alkohol konsumiert zu haben. Weil er sich dazu grob verkehrswidrig sowie verkehrsgefährdent verhalten hatte, wird nun gegen ihn wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennen und der Trunkenheit im Verkehr ermittelt. Laut Polizeimitteilung vom Mittwoch wurden beide Beschuldigten bereits am Montag aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Da der dritte Verdächtige bisher nicht gefunden wurde, hofft die Polizei auf weitere Hinweise und bittet Zeugen des Zigarettenautomatenaufbruchs sowie Zeugen oder Geschädigte der Fluchtfahrt des Audis, sich bei der Polizei in Wismar unter der Telefonnummer 03841 203 0, über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de oder bei jeder beliebigen Polizeidienststelle zu melden.

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