NACH TÖDLICHEM STURZ

Nationalpark warnt Besucher von Rügens Steilküste

An der Kreideküste Rügens ist erneut eine Leiche gefunden worden. Wer der Mann ist, ist noch nicht bekannt. Die Spuren deuten auf ein tragisches Unglück.
dpa
An den Wissower Klinken auf der Insel Rügen ist ein Mann ums Leben gekommen. An der Kreideküste stürzen immer w
An den Wissower Klinken auf der Insel Rügen ist ein Mann ums Leben gekommen. An der Kreideküste stürzen immer wieder Menschen in den Tod (Archivbild). Kai Horstmann
Sassnitz.

Nachdem erneut eine Leiche an der Steilküste der Insel Rügen gefunden worden war, warnte Leiter des Nationalparkamts Jasmund auf Rügen, Ingolf Stodian, davor, die ausgewiesenen Wanderwege in dem Schutzgebiet zu verlassen.

Wer dies tue und zu dicht an die häufig unterhöhlte Abbruchkante der Steilküste herantrete, laufe Gefahr, abzustürzen. Auch sei der Boden nach den Regenfällen aufgeweicht und rutschig. Jährlich würden zwei bis drei Menschen an der Kreideküste den Halt verlieren und abstürzen. Zudem sei es bei dem anhaltenden Sturm im Wald gefährlich. Morsche Äste drohten abzubrechen.

Identität des Toten noch unklar

Passanten hatten den Toten am Dienstagnachmittag am Fuß der Kreidefelsen auf Höhe der Wissower Klinken entdeckt. Er war an der Steilküste der Insel Rügen abgestürzt und ums Leben gekommen.

Höhenretter der Feuerwehr bargen die Leiche, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Ermittler haben bisher keine Hinweise auf ein Fremdverschulden und gehen von einem Absturz aus. Das Verletzungsbild weise darauf hin, sagte ein Polizeisprecher in Stralsund.

Die Identität des Mannes war am Mittwochvormittag noch ungeklärt. Er habe keine Ausweispapiere bei sich gehabt, hieß es. Der Mann sei vermutlich zwischen 50 und 60 Jahren alt. Die Ermittlungen liefen.

Die Jasmunder Kreideküste ist laut Nationalparkamt einer natürlichen Dynamik ausgesetzt. Die Felsformation der Wissower Klinken war im Februar 2005 ins Meer gestürzt. Zehntausende Kubikmeter Kreide waren damals abgebrochen, auch der einstige Wanderweg am Hochufer. Heute sind nur noch Reste übrig.

 

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