Der Naturschutzbund sorgt sich um die Auswirkungen von Erosion auf die Böden in Mecklenburg-Vorpommern und plädiert
Der Naturschutzbund sorgt sich um die Auswirkungen von Erosion auf die Böden in Mecklenburg-Vorpommern und plädiert für mehr Ökolandbau. Bernd Wüstneck
Kaputte Böden

Naturschützer beschuldigen industrielle Landwirte

Der BUND fordert Bauern auf die Böden im Nordosten besser zu schützen. Für aktuelle Probleme durch Verdichtung und Erosion wird vor allem die industrielle Landwirtschaft verantwortlich gemacht.
Schwerin

Der Naturschutzbund BUND fordert eine Ausweitung des Ökolandbaus zum Schutz der Böden in Mecklenburg-Vorpommern. „Die immer stärker werdende Industrialisierung der Landwirtschaft verschlechtert die ökologischen Eigenschaften und Funktionen der Ackerböden”, sagte BUND-Agrarexperte Burkhard Roloff anlässlich des Weltbodentages am Montag.

Ackerbau müsse angepasst werden

Dies beeinflusse Durchlüftung, Durchwurzelung, Nährstoffe, Wasserdurchlässigkeit und -haltevermögen. Er forderte stattdessen einen an den jeweiligen Standort angepassten Ackerbau. Dieser beinhaltet den Angaben nach unter anderem mehrreihige Feldhecken, Herbst- und Winterbegrünung sowie den Anbau von Zwischenfrüchten, die Stickstoff binden. Hiermit soll der Aufbau von Humus gefördert und Bodenerosion verhindert werden.

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Laut Naturschutzbund sind im Nordosten 40 Prozent der Böden durch Bodenverdichtung, 53 Prozent durch Wasser- und 60 Prozent durch Wind-Erosion stark oder sehr stark gefährdet.

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