„ICH HATTE TODESANGST“

Nervenklinik-Patient versinkt auf Flucht im Morast

Ein 18-jähriger Patient einer Rostocker Nervenklinik nutzte seinen Ausgang zur Flucht. Er kam jedoch nicht weit, sondern steckte wenig später bis zum Hals fest.
Stefan Tretropp Stefan Tretropp
Ein Patient nutzte den Ausgang in einer Rostocker Nervenklinik zur Flucht.
Ein Patient nutzte den Ausgang in einer Rostocker Nervenklinik zur Flucht. Stefan Tretropp
Er versank dabei im Schlamm.
Er versank dabei im Schlamm. Stefan Tretropp
Die Feuerwehr rettete den 18-Jährigen.
Die Feuerwehr rettete den 18-Jährigen. Stefan Tretropp
Rostock.

Ein Patient der Rostocker Universitäts-Nervenklinik im Stadtteil Gehlsdorf hat am Mittwochnachmittag einen kurzen Freigang zur Flucht genutzt. Der 18-Jährige versank auf seinem Irrweg durch schlammiges Gelände dann bis zum Hals im Morast.

Der Vorfall hatte sich nach Angaben der Polizei gegen 14.30 Uhr ereignet. Wie der Klinikpatient später selbst angab, habe er den etwa zehnminütigen Freigang zur Flucht aus der geschlossenen Klinik genutzt. Wie es weiter hieß, versuchte der junge Mann vom Klinik-Gelände in Gehlsdorf in Richtung des Recyclinghofes Dierkow zu gehen – durch unübersichtliches Gelände mit schlammigem und moorigem Untergrund.

Feuerwehr rettet den Flüchtigen

So brach der 18-Jährige schließlich im Boden ein und steckte bis zum Hals im Schlamm fest. Durch lautes Rufen und Winken wurden Mitarbeiter des angrenzenden Recyclinghofes hellhörig und verständigten umgehend die Rettungskräfte. Wenig später rückten Polizei, Rettungsdienst und Berufsfeuerwehr an. Die Feuerwehrleute gingen mit Wathosen und Gummistiefeln zu dem jungen Mann.

Mit Hilfe von zwei größeren Leitern gelang es ihnen, an den 18-Jährigen heranzukommen und ihn aus dem Schlamm zu befreien. Zwar erschöpft, ansonsten aber unversehrt, war er nach rund einer Stunde frei. Sanitäter und Polizisten kümmerten sich um den 18-Jährigen, der unterkühlt war, und legten ihm eine Wärmedecke um.

„Ich hatte Todesangst“, sagte er im Anschluss seiner waghalsige Flucht. Die Polizei brachte den Klinikpatienten wieder zurück in das Gehlsdorfer Krankenhaus.

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