Tierisches Dach

:

Neubrandenburger bauten am Panda-Gehege mit

Bauleiter Andy Schröder (links) und Firmenchef Thomas Schröder mit Zinkblech, das auch das Dach vom Panda-Garten umsäumt.  
Bauleiter Andy Schröder (links) und Firmenchef Thomas Schröder mit Zinkblech, das auch das Dach vom Panda-Garten umsäumt.
Jörg Spreemann

Ein Neubrandenburger Unternehmen ist stolz darauf, dass es am Panda-Garten im Berliner Zoo mitarbeiten durfte. Eine Besonderheit verlangte den Fachleuten einiges ab.

Ein Dach um zwei Bambus-Inseln herum hat Thomas Schröder bisher nicht gebaut. „Das war für uns schon etwas Besonderes“, sagt der Chef des Neubrandenburger Unternehmens Schröder Dach- und Fassadenbau. Sein Unternehmen hat in den vergangenen vier Monaten das Dach für den neuen Panda-Garten im Berliner Zoo errichtet. „Bei dem Hype um die beiden Bären sind wir stolz, dass wir dabei waren“, freut sich Thomas Schröder.

Das Dach war eine Herausforderung

Gerade die eigenwillige Architektur hat den Dachprofis einiges abverlangt und ihren Ehrgeiz angestachelt. „Sehr anspruchsvoll“, nennt Schröder den Auftrag in Berlin. Gerade die eiförmigen Dachöffnungen, aus denen im Panda-Gehege der Bambus vom Boden aus durch die Decke sprießen soll, seien eine Herausforderung gewesen. Rund 50 Tonnen wiegt das von den Neubrandenburgern auf den Rohbau aufgebrachte Dachmaterial, darunter rund 160 Kubikmeter Dämmung und rund 100 Tafeln Titanzinkblech für die Kanten.

Pünktlich fertig geworden

Im Gegensatz zu anderen Berliner Stotterprojekten wie Flughafen oder Staatsoper wurde die Bauzeit beim Panda-Garten nicht überzogen. „Wir konnten zügig durcharbeiten, auch wenn die vier Monate Zeit für das Dach recht sportlich waren“, schätzt er ein. Schröder denkt, dass insbesondere der Eröffnungstermin mit Kanzlerin Angela Merkel und dem chinesischen Staatspräsidenten den nötigen Druck ausgeübt hat. Beim Endspurt für das Dach haben nur die hungrigen Berliner Vögel Schröder einige Nerven gekostet. „Die haben auf dem Gründach die jungen Pflänzchen immer wieder herausgepickt. Jetzt haben wir den Bewuchs eingesät und eingeharkt“, berichtet Schröder.

Gute Auftragslage

„Wir haben uns auf Flachdächer spezialisiert“, erläutert Schröder, der mit seinen 30 Mitarbeitern an Neubau und Sanierung von Werkshallen, Theatern, Kliniken oder Turnhallen beteiligt ist. „Doch auch in der Region haben wir inzwischen wieder mehr zu tun“, so Schröder. Als Beispiel nennt er das Dach des Naturerbe-Zentrums auf Rügen. Für den Rest des Jahres sei das Unternehmen schon komplett ausgebucht. „Das hatten wir um diese Zeit noch nie“, vergleicht der Unternehmenschef.

Weiterführende Links