Der Finanzdienstleister Klarna verschickt angeblich Mahnschreiben. Tatsächlich sind aber Betrüger am Werk (Symbolbil
Der Finanzdienstleister Klarna verschickt angeblich Mahnschreiben. Tatsächlich sind aber Betrüger am Werk (Symbolbild). Jens Kalaene
Mahnschreiben

Neue Betrugsmasche in MV angekommen

Der Finanzdienstleister Klarna verschickt Mahnschreiben mit Zahlungsaufforderungen an Kunden, die Kleidung bestellt haben sollen. Klarna existiert zwar, der Rest ist aber Betrug.
Malchin

Eine neue Betrugsmasche ist offenbar in Mecklenburg-Vorpommern angekommen. Dabei geht es um Mahnschreiben mit Zahlungsaufforderung, die angeblich vom Internetbezahldienst Klarna verschickt werden. Im Bereich Röbel und Malchin sind am Dienstag allein drei Anzeigen wegen Betrugsverdacht eingangen, wie die Polizei mitteilte.

Neue Masche mit Zahlungsdienstleister

Die Masche sei bereits in anderen Bundesländern bekannt, so die Polizei. Die Geschädigten bekommen Post von Klarna mit einer Zahlungsaufforderung. Angeblich hätten die Angeschriebenen Kleidung bei verschiedenen Anbietern bestellt und den Zahldienst Klarna, ähnlich wie Paypal, genutzt. Die Rechnung hätten sie aber nicht beglichen, so der Vorwurf im Mahnschreiben. Die Forderungen bewegen sich zwischen 700 und 1800 Euro, so die Polizei. Die rät: „Wenn Sie nichts bestellt haben und den Bezahldienst Klarna nicht genutzt haben, dass zahlen Sie auch nichts! Selbst wenn mit Inkasso gedroht wird.”

Falsche Tochter ergaunert 2000 Euro

Doch auch der Verwandten-Trick per Whatsapp scheint noch zu funktionieren. In Anklam wurde eine 64-Jährige von ihrer angeblichen Tochter angeschreiben. „Hallo Mama” stand auf dem Handydisplay. Die „Tochter” teilte mit, dass ihr Handy kaputt und dies die neue Nummer sei. Im weiteren Chatverlauf bat sie die Geschädigte um zwei Überweisungen. Insgesamt überwies die Frau 2000 Euro auf deutsche Konten. Der Betrug fiel erst auf, als die echte Tochter mit der eigentlichen Telefonnummer ihrer Mutter schrieb.

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