Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hielt am Freitagabend eine virtuelle Bürgersprechstunde ab.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hielt am Freitagabend eine virtuelle Bürgersprechstunde ab. Screenshot Staatskanzlei MV
Masken und Tests

Neue Corona-Regeln für MV – einige Fragen bleiben offen

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erwartet schwere Corona-Wochen. Trotzdem blieb es zum Wochenende bei Appellen an die Bürger.
dpa
Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die Bevölkerung aufgerufen, in den kommenden Wochen verstärkt FFP2-Masken zu tragen. Sie rate dringend dazu, sagte Schwesig nach dem Corona-Gipfel mit der Bundesregierung. „Vor allem dort, wo es eng wird, zum Beispiel im ÖPNV oder beim Einkaufen“, betonte die Regierungschefin. Sie selbst habe zuletzt vermehrt OP-Masken getragen, weil diese „luftiger” seien, werde sich aber jetzt wieder umgewöhnen. FFP2-Masken sollen bei der Verhinderung von Omikron-Ansteckungen wirkungsvoller sein als die meist blauen medizinischen Masken.

Lesen Sie auch: Vorbild MV - Bund und Länder einigen sich auf strengere Corona-Regeln

Fragen zu Kinos und Theater noch zu klären

Länderchefs und Bundeskanzleramt hatten sich am Freitag nur auf wenige Regel-Verschärfungen verständigt. Für MV werde sich nur wenig ändern, so Schwesig. Eine 2GPlus-Regel in der Gastronomie gilt hier bereits seit November. Neu sei für MV, dass Geboosterte künftig schon vom ersten Tag an ohne Test ins Restaurant könnten, sagte Schwesig. Bisher sei dies erst 14 Tage nach der Auffrischungsimpfung möglich gewesen.

Ob Geboosterte in MV künftig auch sofort ohne Test ins Kino, Museum oder Theater gehen können, werde in der nächsten Kabinettssitzung am Dienstag besprochen, sagte Schwesig.

Lesen Sie auch: 1053 neue Infektionen am Freitag in MV

[Pinpoll]

Es drohen wieder Schließungen

Allerdings könnte es sein, dass Kultureinrichtungen von Montag an wieder im ganzen Nordosten schließen müssen. Sollte die Hospitalisierungsinzidenz am Samstag den dritten Tag in Folge über 9,0 liegen, müssten zwei Tage später Kinos, Museen und Theater in Schwerin und den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim wieder schließen.

Mehr lesen: Kaderali erwartet Inzidenzen-Anstieg für zweite Januarwoche

Sie dürfen seit vergangenem Montag wieder öffnen, weil in den drei Regionen die Corona-Zahlen geringer als in den anderen Landesteilen sind und die landesweite Hospitalisierungsinzidenz unter 9,0 lag. Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin verzichtete jedoch nnter Hinweis auf Omikron darauf. Das Theater bleibt bis mindestens 9. Januar geschlossen.

zur Homepage