KONTAKTVERBOT UND SPERRSTUNDE

Neue Corona-Verordnung gibt mehr Freiheiten

Wegen der wenigen Infektionen in MV lässt die Landesregierung die Zügel etwas lockerer. Ab Freitag fallen daher einige wichtige Corona-Regeln.
dpa
Die Höchstgrenze für Treffen im öffentlichen Raum von zehn Personen gilt von Freitag an nicht mehr.
Die Höchstgrenze für Treffen im öffentlichen Raum von zehn Personen gilt von Freitag an nicht mehr. Jens Büttner
Schwerin.

In Mecklenburg-Vorpommern können sich die Menschen wieder ohne strenge Kontaktbeschränkungen treffen. Die Höchstgrenze für Treffen im öffentlichen Raum von zehn Personen gilt von Freitag an nicht mehr. Doch sind alle weiterhin aufgefordert, möglichst die gebotenen Abstände einzuhalten und Mundschutz zu tragen. Die nun geltende neue Corona-Schutzverordnung des Landes lässt auch wieder mehr Besucher bei Veranstaltungen zu.

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In Räumen dürfen fortan 200 statt wie bisher 100 Personen zusammenkommen. Im Freien wird die Obergrenze von 300 auf 500 Personen angehoben. In Ausnahmefällen kann auch jeweils die doppelte Anzahl genehmigt werden. Gaststätten dürfen bis 2 Uhr öffnen. Bislang galt 23 Uhr als Sperrstunde. In Hotels dürfen wieder Frühstücksbuffets aufgebaut werden, an denen sich die Gäste selbst bedienen. Bars, Clubs und Diskotheken bleiben vorerst aber noch geschlossen.

Tagestouristen dürfen nach MV kommen

Mit Busreisegruppen dürfen erstmals seit März auch wieder Tagestouristen ins Land. Zudem fällt die Beschränkung weg, dass Reisebusse wegen des Abstandsgebots nur zum Teil besetzt werden dürfen. Das lässt auch einheimische Reiseanbieter auf eine Belebung des zuletzt völlig zusammengebrochenen Bustourismus hoffen. Individuelle Tagesreisen zu Stränden und Seen oder zu Sehenswürdigkeiten bleiben allerdings weiterhin untersagt. Urlaubsaufenthalte in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen sind aber seit Wochen schon wieder möglich und wurden auch sehr gut gebucht.

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In allen Sportarten sind fortan wieder Training und auch Wettkämpfe in Anwesenheit von Zuschauern zugelassen. In Hallen dürfen es maximal 200, im Freien bis zu 500 Besucher sein. Auch dort kann aber auf Antrag die Zuschauerzahl erhöht werden.

Knapp eine Woche ohne Neuinfektion

Die zum Schutz der besonders gefährdeten Bewohner verhängten restriktiven Besuchsbeschränkungen für Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen werden zum 13. Juli maßgeblich gelockert. Von Montag an sind dort wieder täglich Besuche möglich.

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Mit den Lockerungen reagierte die Landesregierung auf die anhaltend geringe Zahl von Coronavirus-Infektionen im Nordosten. Seit knapp einer Woche wurden keine neue Fälle registriert. Mit rund 50 Infektionen je 100 000 Einwohner seit Beginn der Pandemie ist die Quote aktuell gut sieben Mal niedriger als etwa in Bayern. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen liegt bei 20.

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Kommentare (1)

Wir bekommen etwas mehr Reisefreiheit und dürfen uns, wenn auch noch mit Genehmigung und Maulkorb, im Park treffen.