WRACK ERST NICHT ENTDECKT

Neue Details zum Horror-Unfall auf A19

Eine 35-Jährige starb bei Laage – möglicherweise auch, weil das Unfallauto nicht zu sehen war. Ihre schwer verletzten Angehörigen mussten Hilfe holen. Eine 5-Jährige ist weiter in kritischem Zustand.
Das Unfallauto war von der Autobahn aus nicht zu sehen.
Das Unfallauto war von der Autobahn aus nicht zu sehen. Stefan Tretropp
Laage.

Nach dem schweren Verkehrsunfall am Montag auf der Autobahn 19 nahe Kritzkow, bei dem eine 35-Jährige getötet und weitere drei Insassen schwer verletzt wurden, sickern neue Details durch. Nun ist bekannt geworden, dass das Unfallwrack, das sich einige Meter tief in dem Gebüsch einer Böschung befand, zunächst überhaupt gar nicht bemerkt wurde. Erst durch das Winken der schwer verletzt Überlebenden auf dem Standstreifen kam der spätere Rettungseinsatz ins Rollen. Dies bestätigte Benjamin Lübke, Pressesprecher der Polizei in Güstrow.

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Der Wagen des 42-jährigen Stralsunders, der zusammen mit seiner 35-jährigen Lebensgefährtin und deren Kindern – ein fünfjähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge – unterwegs war, kam aus noch nicht bekannten Gründen kurz hinter der A19-Abfahrt Laage/Güstrow (Richtung Berlin) nach rechts ab. Das Auto der Familie überfuhr zunächst eine Leitplanke, überschlug sich und blieb dann kopfüber in einer Böschung liegen. So ungünstig, dass das Auto von vorbeifahrenden anderen Fahrzeugen nicht wahrgenommen werden konnte.

Zustand der Fünfjährigen kritisch

Wichtige Minuten, die möglicherweise über Leben und Tod hätten entscheiden können, verstrichen. Erst mit zeitlichem Verzug gelang es dem 42-jährigen Fahrer und dem 13-Jährigen sich selbst aus dem auf dem Kopf liegenden Wrack zu befreien und die Böschung hinaufzukrabbeln – trotz der bei dem Unfall erlittenen schweren Verletzungen. Gekennzeichnet von dem Unglück – unter anderem mit blutigen Wunden – standen beide auf dem Standstreifen und winkten andere Autofahrer zur Hilfe. Diese wiederum verständigten dann die Rettungskräfte.

Als die eintrafen, war die 35-Jährige im Wrack bereits verstorben. Sowohl der 42-Jährige als auch die beiden Kinder kamen umgehend in ein Krankenhaus. Während – Stand Montagabend – der Erwachsene und der 13-Jährige außer Lebensgefahr sind, ist der Gesundheitszustand des fünfjährigen Mädchens laut Polizei kritisch.

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen zum Vorfall auf der B103 in Kronskamp, bei dem ein Feuerwehrauto, das sich auf der Anfahrt zu dem tödlichen Unfall auf die Autobahn 19 befand, umgestürzt war. Acht Feuerwehrleute verletzten sich. Ein Auto hatte dem Einsatzwagen auf einer Kreuzung die Vorfahrt genommen und so den Crash ausgelöst. Der unbekannte Fahrer eines dunklen SUV flüchtete. Hinweise bitte an die Polizei.

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