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Neue Droge beschäftigt Polizei und Ärzte

In solchen harmlos aussehenden Tütchen wird die Designerdroge "Spice" verkauft.
In solchen harmlos aussehenden Tütchen wird die Designerdroge "Spice" verkauft.
Marijan Murat

Eine als „Spice“ bekannte Gewürzmischung haben vor allem Jugendliche in der Region vermehrt konsumiert – nicht ohne Folgen.

„Spice“ ist die Verkaufsbezeichnung für einen Cocktail aus synthetischen Cannabinoiden sowie verschiedenen getrockneten Pflanzenteilen – und das Zeug ist vergleichsweise billig, gemessen an den Preisen für andere illegale Drogen. Vor allem junge Leute konsumieren es und haben das Nachsehen. Nach Meldungen der Polizei sind in den vergangenen Wochen mehrere junge Leute in Krankenhäuser gebracht worden, die davon probiert und bei denen sich Vergiftungserscheinungen bemerkbar gemacht hatten – mindestens fünf Personen im Kreis Vorpommern-Greifswald, meldete die Polizei. „Noch laufen die Untersuchungen, aber sie haben wohl diese Gewürzmischung geraucht“, sagte Polizeisprecher Axel Falkenberg. Drei Kinder und Jugendliche sollen nach dem Konsum Ausfallerscheinungen wie Panikzustände, Schreikrämpfe, Erbrechen und Kreislaufprobleme bekommen haben.

Dass in den vergangenen Wochen mehrere Jugendliche nach dem Konsum behandelt werden mussten, bestätigt auch Hartmut Braun, Leiter des Ueckermünder Polizeireviers. Handhabe gegen die „Spice“-Konsumenten oder die Verkäufer hat die Polizei kaum. Denn die Substanz ist in den meisten Ausprägungen gar nicht ohne Weiteres illegal.

Die Zahl von Patienten, die sich nach dem Konsum von „Spice“ im Ueckermünder Klinikum in ärztliche Behandlung begeben haben, sei nicht genau zu beziffern, sagt Matthias Kinder, Leitender Chefarzt der Psychiatrie. Er warnt ausdrücklich vor „Spice“, weil es in der Tat eine schlecht kontrollierbare, gefährliche Mischung sei, die unabsehbare Gesundheitsrisiken berge.

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