VORFALL IN SCHWERIN

Neunjährige will nicht zur eigenen Mutter zurück

Die Polizei hat im Schweriner Hauptbahnhof eine stark alkoholisierte Frau festgenommen. Sie konnte sich weder um sich noch um ihre kleine Tochter kümmern.
Nordkurier Nordkurier
Die Polizei musste sich im Schweriner Hauptbahnhof um ein neunjähriges Mädchen kümmern, dessen Mutter volltrunk
Die Polizei musste sich im Schweriner Hauptbahnhof um ein neunjähriges Mädchen kümmern, dessen Mutter volltrunken war. Jenko Ataman
Schwerin.

Im Schweriner Hauptbahnhof wurde Freitagnacht gegen 0:45 Uhr eine 31-Jährige aufgrund ihres alkoholisierten Zustandes in Schutzgewahrsam genommen. Die offensichtlich hilflose Frau hatte ihre neunjährige Tochter dabei, die sich laut Polizei vor ihrer Mutter fürchtete.

Zeuge brachte kleines Mädchen zur Polizei

Die Frau war mit ihrer Tochter in der Bahnhofshalle des Hauptbahnhofes und fiel zwei Männern wegen ihres ungewöhnlichen Verhaltens auf. Der Polizei zufolge war sie augenscheinlich stark angetrunken und konnte die Aufsichtspflicht für ihre Tochter nicht wahrnehmen. Daraufhin brachte einer der Männer das Kind zum Revier der Bundespolizei am Bahnhof.

Dort sagte die Neunjährige, dass sie vorerst nicht zur Mutter zurückkehren möchte. Nach Rücksprache mit dem Jugendamt wurde das Mädchen in eine Kindereinrichtung gebracht. Kurze Zeit später erschien die Mutter stark schwankend auf der Dienststelle. Zu diesem Zeitpunkt wies die Frau einen Atem-Alkoholwert von 2,45 Promille auf.

Tochter am nächsten Morgen zurück zur ausgenüchterten Mutter

Die Beamten nahmen die Mutter in Schutzgewahrsam. Der Rettungsdienst schloss eine Alkoholvergiftung aus. Die Frau wurde am nächsten Morgen ausgenüchtert aus dem Gewahrsam entlassen und zu ihrer Tochter begleitet.

„Am nächsten Tag gab es keine Anhaltspunkte, dass das Mädchen in unmittelbarer Gefahr sein könnte”, sagte ein Sprecher der Polizei dem Nordkurier. Das Jugendamt werde nun den Sachverhalt prüfen.

 

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Kommentare (1)

Nachts besoffen mit dem Kind unterwegs. Wenn sie feiern will, soll sie. Aber sie soll sich auch vorher darum bemühen ihr Kind in verantwortungsvolle Hände zu geben!
Außerdem, was ist der nächste Tag? Sonntag? Selbst da ist sie die 2.45Promille noch nicht wirklich los. Im Blut hat sie da noch genug!
Ich hoffe das sie nicht so glimpflich weg kommt. Das war unverantwortlich und hätte auch schlimm ausgehen können, vom Unfall am Bahnhof, weg laufen bis sonst was!