WOHNUNGSVERBAND

Niedrigere Steuern sollen in MV gegen Abwanderung helfen

Um der Abwanderung entgegenzuwirken, fordert der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen eine Förderung für strukturschwache Gebiete, auch durch Steuerreduzierungen.
dpa
Breitner: „Nur wer gutes Geld verdient, kann sich vor Ort auch gutes Wohnen leisten und denkt nicht darüber nach, abzuwande
Breitner: „Nur wer gutes Geld verdient, kann sich vor Ort auch gutes Wohnen leisten und denkt nicht darüber nach, abzuwandern.” Doerthe Hagenguth
Breitner schlägt vor, strukturschwache Gebiete für einen begrenzten Zeitraum als Sonderregion auszuweisen. dpa/Archiv
Schwerin.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen fordert wegen zunehmender Abwanderung und wirtschaftlichen Niedergangs in einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns einen „Chancenplan” für diese Gebiete. „Bundesregierung und Schweriner Landesregierung müssen vor allem für die Schaffung werthaltiger Arbeitsplätze sorgen”, erklärte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen, am Sonntag laut Mitteilung. „Nur wer gutes Geld verdient, kann sich vor Ort auch gutes Wohnen leisten und denkt nicht darüber nach, abzuwandern. Denn eines ist auch klar: nur die Wenigsten verlassen ihre Heimat freiwillig. Notwendig ist es, rasch einen Chancenplan zu erstellen.”

Breitner schlägt vor, strukturschwache Gebiete für einen begrenzten Zeitraum als Sonderregion auszuweisen. „Neben der Förderung von Investitionen sollte man der Region mit einer Reduzierung von Steuersätzen unter die Arme greifen. Per Gesetz könnte das Bundesfinanzministerium beispielsweise ansiedlungswilligen Unternehmen ermöglichen, die Lohnkosten ihrer Mitarbeiter von der Steuer abzusetzen.” Auch steuerfreie Zulagen seien denkbar. „Das würde Investoren anlocken und die Region käme wirtschaftlich wieder auf die Füße.”

Ansiedlung von staatlichen Einrichtungen gefordert

Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Landesregierung sollten die Reform der Grundsteuer nutzen, das Wohnen in strukturschwachen Regionen zu verbilligen. Das Gleiche gelte für die Grunderwerbsteuer.

Breitner forderte die Landesregierung in Schwerin auf, verstärkt staatliche Einrichtungen in den strukturschwachen Regionen anzusiedeln. „Dabei geht es gar nicht um hunderte Arbeitsplätze. Manchmal reichen zwanzig oder dreißig gut bezahlte Jobs einer Landesbehörde als „Anschub”».

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Kommentare (3)

nur von falscher Stelle - da muss der Kanzler hinterher sein - für ein Vorzeigedeutschland - für Zukunft - Lebensfreude usw.

und, damit ist nicht nur eine Spende an die eine oder andere Firma gemeint!

Im Osten Deutschland muss massiv investiert werden, wenn man das alte - preussische - Gebiet nicht als "Ablageort" für Rentner sehen mag.

Ich verstehe irgendwie die Menschen, welche an bestimmte Prinzipien festhalten mag. Ich verstehe sie sogar sehr gut, wenn diese bestimmte Parteien wählen würden. Ich selbst würde auch eine solche Partei wählen. Aber, das hat einen ganz bestimmten Grund:

Wir im Osten, nach dem Mauerfall, stehen mit dem A... an der Wand. Niemand hört uns zu. Aber, das wurde ganz gezielt genauso gewählt...

Daher meine Warnung, welche schon zu preußischen Zeiten galt: Der Preuße schießt spät, aber er trifft!!!

brauchen wir und zwar schnell! Sonst ist es zu spät. Erst einmal weggezogen, kehrt nur jeder Zehnte wieder in seine alte Heimat zurück.