OSTSEE-PIPELINE

Nord Stream 2 darf Leitung in deutsche Gewässer legen

Die Arbeiten an der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in dänischen Gewässern sind fast abgeschlossen. In deutschen Gewässern fehlen weniger als 20 Kilometer, einige davon dürfen auf dem Meeresgrund abgelegt werden.
dpa
Die Arbeiten an Nord Stream 2 gehen weiter (Archivbild).
Die Arbeiten an Nord Stream 2 gehen weiter (Archivbild). Jens Büttner
Hamburg ·

Die Gaspipeline Nord Stream 2 darf im Mai auf zwei Kilometern Länge in deutschen Gewässern auf dem Meeresgrund abgelegt werden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg ordnete dazu am Montag die sofortige Vollziehung einer umstrittenen Genehmigung vom 14. Januar an, wie aus einer Mitteilung des Amtes hervorgeht.

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Die zwei Kilometer befinden sich in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ). Nord Stream darf die Leitung demnach am Meeresboden ablegen, fertig montiert werden soll sie später. Derzeit baut Nord Stream 2 noch in dänischen Gewässern, die Arbeiten dort neigen sich aber dem Ende zu.

Nabu und Umwelthilfe klagten

Gegen die Genehmigung vom Januar für den Weiterbau in der deutschen AWZ bis Ende Mai waren der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und die Deutsche Umwelthilfe unter dem Hinweis auf rastende Vögel im Vogelschutzgebiet vor Gericht gezogen. Durch die aufschiebende Wirkung bestehe bis Ende Mai kein Baurecht, erläuterte das BSH. Von Ende Mai bis Ende September greife dann eine Genehmigung aus dem Jahr 2018. Dann seien keine empfindlichen Rastvögel in der deutschen Ostsee.

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„Nach sorgfältiger Abwägung aller zu berücksichtigenden Interessen ist diese Anordnung für eine Verlegung von zwei Kilometern erforderlich, damit die Pipeline, wie von der Vorhabensträgerin beabsichtigt, sicher im Bereich der deutschen AWZ auf dem Meeresboden temporär bis zum Weiterbau abgelegt werden kann”, hieß es vom BSH. Naturschutzaspekte stünden dieser Anordnung nicht entgegen, da die Rastzeit der Vögel in diesem kurzen Abschnitts vorbei sei.

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Die umstrittene Erdgaspipeline Nord Stream 2 von Russland durch die Ostsee nach Deutschland ist weitgehend fertiggebaut. In deutschen Gewässern fehlen den Angaben zufolge 13,9 Kilometer des einen Stranges und 16,8 Kilometer des zweiten Stranges. Die Pipeline zählt seit Jahren zu den Hauptstreitpunkten in den deutsch-amerikanischen Beziehungen.

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Kommentare (5)

Danach kommen die Fledermäuse.

eine Erdgasleitung unter Wasser zu verlegen.
Besonders, wenn Vögel darüber fliegen könnten.

Nabu und Umwelthilfe klagen ,damit das teure Gas mit Schiffen aus den USA ran geschippert wird. Wahrscheinlich Ruderboote. Passen sich dem Niveau der Kobolte an

Die USA soll ihr Fracking Gas behalten, das ist Umwelt Zerstörung pur . Die USA geben einen Dreck auf die Natur.

bevor Barbock alles stoppt!