OSTSEE-PIPELINE

Nord Stream 2 nimmt Weiterbau wieder auf

Der Bau an der Ostsee-Pipeline geht weiter: Das russische Verlegeschiff „Fortuna“ wird einen Leitungsabschnitt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone verlegen.
Pipelinerohre für die Ostsee-Gaspipeline Baltic Pipe werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz auf einen
Pipelinerohre für die Ostsee-Gaspipeline Baltic Pipe werden auf dem Gelände des Hafens Mukran bei Sassnitz auf einen Lagerplatz transportiert. Der Bau der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist am Freitag (11.12.2020) wieder aufgenommen worden. Stefan Sauer
Sassnitz ·

Nord Stream 2 hat den seit Monaten ausgesetzten Bau der Ostseepipeline wieder aufgenommen. Das russische Verlegeschiff „Fortuna“ werde einen 2,6 Kilometer langen Leitungsabschnitt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) verlegen, bestätigte ein Konzernsprecher am Freitag dem Nordkurier. In diesem Abschnitt werde die Rohrleitung in einer Wassertiefe von weniger als 30 Metern abgesenkt.

Zuvor hatte bereits das Wasser- und Schiffsfahrtsamt (WSA) Ostsee in Stralsund die Genehmigung für die Arbeiten südlich des Verkehrstrennungsgebietes Adlergrund zwischen Rügen und Bornholm bis zum Jahresende verkündet und das Ankern oder Fischen im Verlegekorridor untersagt.

Verlegeschiff ankerte östlich von Rügen

Die zuletzt in Wismar festliegende „Fortuna“ ankerte am Freitag im Seegebiet östlich von Rügen. Über die weiteren seeseitigen Bauarbeiten werde Nord Stream 2 „zu gegebener Zeit“ informieren, sagte der Sprecher. Das zweite russische Verlegeschiff, die „Akademik Cherskij“, war zu Wochenbeginn von Rügen abgezogen worden und befindet sich derzeit Im Seegebiet vor Kaliningrad.

Der Bau der zwei neuen Rohrleitungen sollte ursprünglich bis Ende 2019 fertiggestellt werden. Vor einem Jahr hatte jedoch das Schweizer Unternehmen nach Sanktionsdrohungen der USA die Arbeiten eingestellt und seine Spezialschiffe „Pioneering Spirit“ und „Solitaire“ abgezogen. Die Kosten des rund 1.224 Kilometer langen Doppelstrangs werden inzwischen auf rund acht Milliarden Euro veranschlagt. Nord Stream 2 ist zu 94 Prozent fertiggestellt.

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