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Nordic Yards will Kreuzfahrtschiffe bauen

Das Wehrforschungsschiff „Planet“ (v.l.n.r.), das Segelschulschiff „Greif“ und der Ostsee-Notschlepper „Arkona“ liegen als Aufträge auf der Volkswerft in Stralsund.
Das Wehrforschungsschiff „Planet“ (v.l.n.r.), das Segelschulschiff „Greif“ und der Ostsee-Notschlepper „Arkona“ liegen als Aufträge auf der Volkswerft in Stralsund.
Stefan Sauer

Der Bau von Expeditionsschiffen soll dem Unternehmen aus der Krise helfen. Geschäftsführer Herbert Aly hat ganz genaue Vorstellungen, wie das klappen soll.

Die IG Metall begrüßt die Ankündigung der Nordic-Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund, in den Bau von kleineren Kreuzfahrtschiffen einsteigen zu wollen. „Jeder Auftrag hilft uns“, sagte der Stralsunder IG Metall-Bevollmächtigte Guido Fröschke am Freitag. „Egal, an welchem Standort gebaut wird – es trägt dazu bei, dass Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern die Arbeit behalten.“ Bei Nordic Yards war vor allem wegen des Russland-Embargos immer wieder von Stellenabbau die Rede gewesen.

Nordic Yards-Geschäftsführer Herbert Aly hatte am Donnerstagabend in Stralsund gesagt, er sehe für die unter den Russland-Sanktionen leidenden Nordic-Werften in Wismar, Warnemünde und Stralsund Chancen im Bau von kleineren Kreuzfahrtschiffen sehen. Damit könnten die Delle im Russland- und im Offshore-Geschäft überbrückt werden. Der Kreuzfahrtschiffbau erlebe derzeit einen Nachfrageboom – mit der Öffnung der Arktis vor allem im Segment eisgängiger Kreuzfahrtschiffe, sagte er.

Nach seinen Worten hat Nordic durch die Russland-Sanktionen 30 Prozent seines Auftragsspektrums verloren, weitere 20 Prozent durch den niedrigen Ölpreis im Öl- und Gasmarkt sowie 40 Prozent im Plattformbau. Der Kreuzfahrtschiffbau könne diese Rückgänge nun für die nächsten vier bis fünf Jahre ausgleichen.