LORENZ CAFFIER

"Null-Toleranz gegenüber gewaltbereiten Fußballanhängern"

Immer wieder kommt es beim Fußball zu Angriffen auf Schiedsrichter, Spieler und Zuschauer. MV-Innenminister Caffier (CDU) will dem mit der „vollen Härte des Gesetzes” entgegenwirken.
dpa
Die wiederholten Angriffe auf Fußball-Schiedsrichter und zunehmende Gewalt gegen Spieler und Zuschauer beschäftigen
Die wiederholten Angriffe auf Fußball-Schiedsrichter und zunehmende Gewalt gegen Spieler und Zuschauer beschäftigen auch die Politik. (Symbolfoto) Axel Heimken
Schwerin.

Die wiederholten Angriffe auf Fußball-Schiedsrichter und zunehmende Gewalt gegen Spieler und Zuschauer beschäftigen auch die Politik. Für die am Mittwoch in Lübeck beginnende Konferenz der Innenminister kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Lorenz Caffier (CDU) neue Vorschläge zur Gewaltprävention in Amateur-Ligen an.

„Immer wieder haben in der jüngsten Vergangenheit Straftäter und Chaoten versucht, den Amateurfußball für ihre Gewaltexzesse zu missbrauchen. Aggressives Verhalten und verbale Gewalt gegenüber Schiedsrichtern nehmen zu und können nicht einfach ignoriert werden”, sagte Caffier am Dienstag in Schwerin.

Zuvor hatte er der in Rostock erscheinenden „Ostsee-Zeitung” (Dienstag) gesagt, dass er von der Innenminister-Konferenz ein länderübergreifendes Signal zur Eindämmung der Gewalt auf Fußballplätzen erwarte. So könnten mehr Polizisten Hochrisiko-Spiele in den unteren Klassen begleiten. Das bringe aber auch Mehrbelastungen für alle Beteiligten, machte Caffier deutlich.

„Fußball ist ein Fest”

„Fußball ist ein Fest und es soll gefeiert werden. Wer das nicht begreift, muss die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen”, betonte Caffier. Zugleich appellierte er an Verbände, Vereine und Spieler, ihre Vorbildfunktion und Verantwortung bei der Verhinderung von Gewalt wahrzunehmen. „Null-Toleranz gegenüber gewaltbereiten Fußballanhängern – einen anderen Grundsatz kann es nicht mehr geben”, mahnten Caffier.

Caffier rief in Erinnerung, dass der Amateursport maßgeblich vom Ehrenamt lebe und ohne engagierte Spielleiter nicht möglich sei. „Wenn Schiedsrichter für ihr ehrenamtliches Tun verspottet werden und sich dazu Verbalattacken oder körperliche Gewalt gesellen, wird verständlich, warum dieses Ehrenamt keine große Nachfrage mehr erfährt. Das zeigt nur einmal mehr, wie notwendig es ist, dass wir uns jetzt intensiv mit diesem Thema beschäftigen.”

Zuletzt hatte unter anderem der Abbruch der Kreisligapartie zwischen dem MSV Groß Miltzow II und dem SV Motor Süd Neubrandenburg III für Aufregung gesorgt. Nach einer Roten Karte war es zu Tumulten gekommen. Auch in der Uckermark gab es vor Kurzem einen Spielabbruch: Die Partie zwischen dem LSV Zichow und dem VfL Vierraden endete mit Anzeigen für Spieler und einem Nasenbeinbruch.

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Kommentare (4)

"Manchmal frage ich mich wirklich: Was macht Fußball so attraktiv ..."

aber Götz Widmann auch:
"Grad bei wichtigen Turnieren sollt man sich nicht dafür geniern
was kann schlimmeres passiern als daß wir gegen die verliern
beide ham wir unsern rudi wir ham ihren nie bespuckt
ein guter deutscher denkt europäisch ausser wenn er kicken kuckt"

Was ist Weihnachten, wenn Fußball als Fest gefeiert werden soll?

.... Schiedsrichter aller (Bundes)Länder steht auf und kämpft um eure körperliche Unversehrtheit. Bleibt einfach mal alle zu Hause.
Dann gibt es keine Spiel, keine Einnahmen, keine Randale und natürlich keine Punkte. Mal sehen was dann passiert.