Wustrow

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Nur eine Pferdekutsche darf auf die "verbotene Insel"

Seit Jahrzehnten hat die Halbinsel Wustrow den Beinamen "die verbotene Insel". 
Seit Jahrzehnten hat die Halbinsel Wustrow den Beinamen „die verbotene Insel”.
Bernd Wüstneck

20 Personen auf einer Kutsche, mehr nicht: Zumindest dürfen jetzt wieder Menschen auf die Halbinsel Wustrow, nachdem sie lange abgeschottet war. Wie wird sie künftig genutzt?

Die mit einem Zaun von der Stadt Rerik abgeschlossene Halbinsel Wustrow kann seit kurzem wieder betreten werden. Eine Pferdekutsche mit maximal 20 Personen darf eine Runde durch den nördlichen, etwa 300 Hektar großen Teil fahren. „Mit den Kutschfahrten erfüllen wir die Wünsche der Menschen, dass sie sich die Insel anschauen können”, sagte Investor Anno August Jagdfeld, Chef der Entwicklungs-Compagnie Wustrow (ECW). Rund 80 Jahre lang war Wustrow die „verbotene Insel”. Sie ist vor allem durch die Wehrmacht und vom Sowjet-Militär in den Jahren zwischen 1933 bis 1993 geprägt.

Viele Menschen in der Region hoffen auf Bewegung in der stillstehenden Diskussion um die künftige Nutzung Wustrows. Beide Seiten, Jagdfeld und Rerik, zeigen sich nach Jahren des Schweigens gesprächsbereit. Wie die Sache am Ende aber ausgehen wird, könne noch niemand sagen, betonte Bürgermeister Wolfgang Gulbis (SPD).