CORONAVIRUS

Nur wenige Grundschüler in MV in Notbetreuung

85.600 Kinder besuchen eine Grundschule in MV. Die meisten von ihnen werden während der Coronakrise zu Hause betreut. Die Notfallbetreuung wird kaum genutzt.
dpa
Wegen des Coronavirus wurden Schulen in MV geschlossen.
Wegen des Coronavirus wurden Schulen in MV geschlossen. Sebastian Kahnert
Schwerin.

Die Familien in Mecklenburg-Vorpommern haben sich offenbar gut auf die seit einer Woche wegen der Corona-Pandemie geltenden Schulschließungen eingestellt. Wie das Bildungsministerium in Schwerin mitteilte, wurden am Montag landesweit lediglich 747 Grundschüler in Schulen betreut. Das sei weniger als ein Prozent der 85.600 Jungen und Mädchen, die sonst die Klassen 1 bis 6 besuchen, hieß es.

Die erste Schulwoche mit der Notfallbetreuung sei sehr gut und auch sehr geordnet gelaufen, konstatierte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). „Die Zahlen zeigen, dass die Eltern sehr verantwortungsvoll mit der Aufgabe, ihre Kinder zu Hause zu betreuen, umgehen”, sagte sie.

Die sogenannte Notfallbetreuung greift bei Eltern mit Tätigkeiten, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens notwendig sind. Als Beispiele gelten unter anderem Polizisten, Mediziner, Pflegekräfte und Mitarbeiter im Lebensmittelhandel oder bei Stadtwerken. Erhebungen, wie viele schulpflichtige Kinder in solchen Familien leben, gibt es nicht.

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Bildungsministerin zieht positives Fazit

Nach den Worten Martins ist auch für die Kinder zu Hause die Vermittlung von Lernstoffen weitestgehend sichergestellt. „Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben viele kreative Ideen und Wege gefunden, wie sie die Schülerinnen und Schüler mit Aufgaben versorgen, die zu Hause gelöst werden können. Insofern möchte ich nach der ersten Woche, obwohl es eine schwierige Zeit für alle ist, ein gutes Fazit ziehen”, sagte Martin.

Die Schließung aller Schulen und Kitas bis nach Ostern ist Teil der allgemeinen Bestrebungen, die Ausbreitung des neuartigen Virus einzudämmen. Betroffen sind sowohl staatliche und freie allgemeinbildende als auch berufliche Schulen. An ihnen lernen laut Bildungsministerium insgesamt etwa 185.000 Schüler. Rund 110.000 Kinder besuchen üblicherweise Krippen, Kitas, Tagesmütter oder den Hort.

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