Unsere Themenseiten

:

Oberbürgermeister-Wahl in Greifswald hat ein Nachspiel

Stefan Fassbinder (Grüne, l.) freute sich schon über den Wahlsieg gegen Jörg Hochheim (CDU). Jetzt könnte der eventuell doch noch kippen.
Stefan Fassbinder (Grüne, l.) freute sich schon über den Wahlsieg gegen Jörg Hochheim (CDU). Jetzt könnte der eventuell doch noch kippen.
Stefan Sauer

Der Grünen-Politiker Fassbinder hat die OB-Wahl in Greifswald ganz knapp gewonnen. Nun liegen drei Einsprüche gegen die Wahl vor. Droht dem vermeintlichen Sieger eine Nachwahl?

Gegen die Oberbürgermeisterwahl in Greifswald mit dem knappen Sieg von Grünen-Politiker Stefan Fassbinder sind drei Einsprüche eingegangen. In allen werde kritisiert, dass ein Wahllokal eine Zeit lang nicht erreichbar gewesen sei, weil die Tür ins Schloss gefallen sei und sich von außen nicht habe öffnen lassen, sagte die Leiterin des Wahlbüros.

Auch der bei der Wahl unterlegene Bausenator Jörg Hochheim (CDU) hat einen der Einsprüche eingereicht. Fassbinder, der für ein Bündnis von Linken, Grünen, SPD und Piraten angetreten war, hatte die Stichwahl in der 56 000-Einwohner-Stadt am 10. Mai gewonnen.

Nachwahl nur im betroffenen Wahlbezirk notwendig

Hochheim erklärte, erst Einspruch eingelegt zu haben, nachdem er vom ersten Einspruch eines Bürgers erfahren hatte. Falls das Wahllokal für längere Zeit nicht erreichbar war, halte er bei 15 Stimmen Unterschied durchaus einen anderen Wahlausgang für möglich. Auch Wahlsieger Fassbinder ist an einer Aufklärung interessiert: „Wichtig ist, dass jetzt alles aufgeklärt wird und festgestellt wird, wie erheblich die Einsprüche sind.“

Im betroffenen Wahlbezirk 093 hatte Hochheim mit 187 zu 125 Stimmen gewonnen. Sollte es zu einer Nachwahl kommen, wäre diese nur im betroffenen Wahlbezirk notwendig.