STRENG GESCHÜTZT

Obergrenze für Wölfe in MV nicht möglich

Mit ihrer Forderung nach wolfsfreien Gebieten und Abschussgenehmigungen fand die AfD im Landtag keine Mehrheit.
Manche Tierhalter in MV haben Sorge vor Wolfsattacken.
Manche Tierhalter in MV haben Sorge vor Wolfsattacken.
Schwerin ·

Agrarminister Till Backhaus (SPD) hält die Einführung einer Bestandsobergrenze für Wölfe derzeit nicht für möglich. „Der Wolf hat nach wie vor den höchsten Schutzstatus, den es in Deutschland gibt, weil er nach wie vor vom Aussterben bedroht ist“, sagte er.

Damit reagierte er auf einen Antrag der AfD im Landtag, die zum Schutz der Weidetiere neben der Begrenzung der Wolfsbestände auch die Ausweisung von wolfsfreien Gebieten forderte, dafür im Parlament aber keine Mehrheit fand.

Als Grund für die AfD-Forderung nannte der Abgeordnete Ralf Borschke die gestiegene Anzahl von Wolfsattacken auf Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Rinder. Die Fälle hätten sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Nach Angaben der CDU-Abgeordneten Beate Schlupp wurden im Jahr 2020 im Nordosten 82 Wolfsattacken registriert. Dabei seien mehr als 400 Nutztiere getötet oder verletzt worden.

„Der Wolf verliert zunehmend seine Scheu“, sagte Borschke. Er sprach sich dafür aus, bei der Festlegung des weiteren Umgangs mit dem Wolf stärker die Sicht der Landwirte zu beachten

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Kommentare (18)

ist nicht das Problem, sondern der Mensch.

Es ist ja nicht so, dass ein oder mehrere tote Tiere den Bauern/Besitzer einfach so kalt lassen. Man hat sie schließlich aufgezogen, hatte Freude am Wachsen und Gedeihen seiner Lieblinge.
Und es ist schon entspannend, wenn man eine Schafherde friedlich grasen sieht. Dann kann man das Gefühl von „heile Welt“ oder „Es ist fast wie früher“ bekommen und die böse grausige Welt bleibt mal außen vor.

Doch diese Idylle muss zerstört werden. Mutwillig, bösartig, hinterhältig.
Was glauben sie, was ein kleines Schaf empfindet, wenn es die Zähne des Raubtieres an den Hinterläufen spürt, wenn es weiß (instinktiv), das war es jetzt, keine Chance, den Frühling noch zu erleben, wenn die Sehnen und Knochen durchtrennt werden, mit einem ekligen platzendem Geräusch, wenn es den Halt verliert und stürzt?
Wenn dann der Wolf wütend in den Hals beißt, dabei das dicke Fell aber noch nicht durchgebissen bekommt, und neu ansetzen muss, den Kopf hin- und herwirft um Wolle, Haut und Innereien zu zerfetzen um dann den finalen Biss in die Kehle zu setzen.
Es ist schwer, darüber zu schreiben, denn das erlebt man nur einmal, danach ist Schluss, keine Zeit darüber zu reden.
Es müssen barbarische Schmerzen und Gefühle sein, wenn das Leben langsam entweicht, während die Bestie schon den eigenen Körper ausweidet.
Aber es ist ja nur ein Schaf, Ziege, Kälbchen, Pferd…
Noch sind es nur Tiere.
Keine Empathie, kein Mitgefühl. Es sind nur Tiere, Dinge, die man monetär ersetzen kann.

Der Wolf hatte seine Chance! Unsere Vorfahren hatten ihre Gründe, warum sie ohne ihn leben wollten. Und das war noch vor dem Bau von Straßen, Schienen und jeglicher weiterer Infrastruktur.

Wenn er denn unbedingt hier leben soll, muss man seine Ausbreitung auch kontrollieren können. In Brandenburg geht es ja auch.
Warum wird in Schwerin ein ähnlicher Vorschlag abgelehnt?
Weil er von der AFD ist!

Diese Politiker sollte man nachts draußen anketten, auf Schafsweiden!

Von Menschen mal ganz abgesehen.
Die meisten Nutztiere werden in Deutschland immer noch von Hunden getötet!
Schon, Ihre romantisch verklärte Sichtweise eines Lamms.
Ich hoffe Sie sind Vegetarier oder essen wie ich nur Fleisch das artgerecht Leben dürfte, bevor es für mich geschlachtet wurde. Denn ein konventionelle Ferkel, nach dem es ohne Betäubung kastriert wurde, darf nie auch nur einen Grashalm sehen. Noch nicht einmal Sonnenlicht. Nach wenigen Monaten die es in seiner eigenen Scheisse steht, wird es dann geschlachtet und landet für 3,99 auf unserem Teller.
Unsere Vorfahren haben den Wolf völlig sinnfrei ausgemerzt. Er war kein wirklicher Konkurrent.
In vielen Ländern schützen sich die Schäfer erfolgreich mit Hunden.
Ich züchte selber Herdenschutzhunde. Glauben Sie, daß auch nur eine Anfrage aus den hier betroffenen Gebieten kam?
Meine Hunde gehen ins Ausland zum Arbeiten oder in Familien nach Deutschland.
Der Wolf schafft das, wozu Jäger nicht in der Lage sind, die Wildtiere wie Schwarzkittel, Schalenwild und andere zu regulieren.
Nichts gegen die Jagd. Lieber Hirsch aus heimischen Wäldern, als Rind von ehemaligen Urwaldflächen in Brasilien.
Der Antrag wurde abgelehnt, weil er idiotisch ist. Natürlich von der Afd. Die stellt ja auch keine guten Anträge.

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten...

Selten so einen Unsinn gelesen

Ist aber so.
Quelle?
Googeln Sie selber...

und auch ich frage mich oft: warum muß ein Tier das andere auffressen.
Mit dem Anketten der P....gebe ich Ihnen recht.

Trotzdem hat auch ein Wolf seine Daseinsberechtigung.
Manche lieben dieses Tier und andere hassen den Wolf.

Ja diese Lämmer, schon schlimm und bedauerlich, wie bei den Menschen, die Lämmer schweigen und die Bosheit treibt die Welt .....wer weiß wohin.

Ich würde gerne klären, welche Maßnahmen bei den betroffenen Haltern getroffen wurden - ich sehe oft das Gegenteil von gutem Herdenschutz bei denen, die jammern - die, die übrigens gefördert über Anträge vorgesorgt haben, hatten bisher keine Probleme. Vielleicht sollten sich Betroffene nochmal besser beraten und informieren. Problemwölfe in Form von Rüden, die mehrfach „übergriffen“ wurden, konnten geschossen werden. Ich finde es auch nicht prickelnd, wenn der Habicht mal ein Huhn erwischt - aber ich arrangiere mich getreu dem Motto leben und leben lassen. Die Elster - die ich nicht mal mehr mit Hände klatschen verjagen darf hat mir Entenküken kurz vorm Schlüpfen gerötet, jeden Tag die Eier aus dem Stall geholt - ich habe trotzdem weder die Geflügelhaltung aufgegeben noch die Flinte raus geholt. Ich habe Schafe - der Wolf läuft hier bis an den Dorfrand. Ich bin pro Weidehaltung - denke aber die Wolfpopulation kann nicht an einer Zahl fest gemacht werden. Es muss individuell entschieden werden und Wege geben, machbar sind. Was die Herdenschutz Hunde Haltung angeht kann ich nur beipflichten - es gibt wenige, die darauf setzen und noch weniger, die es gut umsetzen - am Ende sind dann überforderte Halter das Resultat. Ich habe aber auch dem Wolfsschutzbeauftragtem von MV als Ansorechpartner mal eine Email geschrieben, die bis Heute nicht beantwortet wurde - da fängt Unprofessionalität eben an.

"„Der Wolf hat nach wie vor den höchsten Schutzstatus, den es in Deutschland gibt, weil er nach wie vor vom Aussterben bedroht ist“"
Auch wenn es immer wieder behauptet wird, es ist einfach falsch!
Laut IUCN: "ungefährdet", einfach mal Herrn Google fragen, vor man so einen Unsinn verzapft.
Dass er aus der Nähe des Menschen vertrieben wurde, nun, dafür gibt es gute Gründe.
Im Mittelalter wurden z.B. viele Kinder von Wölfen verschleppt, das Mittelalterliche Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber hat das eindeutig nachgewiesen. Auch heute gibt es noch Angriffe auf Menschen.

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_wolf_attacks

das ist schon eine Schicht in der Rinderschlachtung - ganz schöner Batzen Geld welcher da verbrannt wird! Vielleicht solidarisieren sich die Jäger mit den Landwirten heimlich und lassen ein wenig Druck aus dem Kessel, dafür sollten sie Fachmann genug sein!

@SIMSALABIM:
In den Ländern, in denen Schäfer ihre Herden mit Hunden schützen, gibt es weit und breit keine Menschen, Straßen, Dörfer, oder gar Städte. Da werden die Herden beHIRTEt, nicht gehötet, oder gekoppelt. Behirtung (24-Stundenbewachung) ist in Deutschland nicht machbar. Auch in Deutschland versagt der Herdenschutz mit HSH immer öfter. Selbst hier im Nordkurier nachzulesen. In Deutschland wurde der HSH-Einsatz nie praktiziert. Auch damals nicht, als es noch Wölfe gab. Warum wohl?

Als Züchter von Herdenschutzhunden sind Sie dann ja auch völlig unvoreingenommen und selbstlos, wenn sie den flächendeckenden Einsatz von HSH in Deutschland fordern. Bei empfohlenen ein HSH auf 50 Schafe, aber nie weniger wie 3 pro Herde wittern Sie wohl das Geschäft Ihres Lebens. Aber der HSH-Hype geht schneller vorbei wie Sie denken können. Und dann haben wir in Deutschland ein massives Tierschutzproblem mit unbrauchbaren und unvermittelbaren Kampfhunden.

Und Nein: Der Wolf schafft nicht das, wozu die Jäger angeblich nicht in der Lage sind. Schalenwild incl. Schwarzwild wird nicht vom Wolf reguliert, oder gar dezimiert. Oder woran machen Sie diese Behauptung fest? Allenfalls wird es aus dem wald auf die Felder verscheucht, wo es dann von den Jägern noch schlechter reguliert werden kann.

@HOKUSPOKUS:
Wenn Sie glauben, dass mit den geförderten Präventionsmaßnahmen Wolfsangriffe erfolgreich verhindert werden können, dann glauben sie auch, dass im Wolfsbüro Wolfsexperten arbeiten, Wolfsberater Ahnung von Schafen und Zaunbau hätten, oder dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Nichts was zuverlässig gegen Wölfe helfen würde, wird in Meck-Pomm gefördert. Und wenn, dann nur anteilsmäßig Materialkosten. Arbeit und Zeit, muss der Wolfsgeschädigte selbst finanzieren. Selbst wenn er die gar nicht hat.

Ich halte Schafe und Ziegen
Ich wohne mitten im Wolfsgebiet.
Keinen einzigen Riss.
Mobiler Weidezaun, 106cm, plus 2 HSH.
Ich verdiene nichts an der Zucht. Reiner Idealismus. Maximal Beitrag zu Unkosten.
Nein, es sind keine Kampfhunde. Man muß seinen Hunde bloß gut prägen und sozialisieren.
Wachsen mit meinen Kindern auf.
Keine altbackene Zwingerhaltung von krummen Schäferhunden.
Tierschutz Probleme haben wir schon lange. Jagdhunde ohne jagdliche Führung, die dann ihre Familie terrorisieren, Zwingerhaltung, überzüchtete molosserartige, krumme Hinterhofzüchtungen.

Langzeitstudien aus Frankreich belegen, daß der Mensch als Jäger besonders bei Schweinen, ungewollt dafür sorgt, daß die Bachen immer jünger ferkeln und auch noch mehr Nachwuchs nachbringen. Durch Jagddruck werden Rotten getrennt und aus Stammgebieten verdrängt, dadurch steigt die Übertragung von Krankheiten. Z. B. der Habitatseuche Afrikanische Schweinepest.
Bei dem Thema machen Sie mir bestimmt nichts vor.
Schönen Abend noch

Ich halte Schafe und Ziegen
Ich wohne mitten im Wolfsgebiet.
Keinen einzigen Riss.
Mobiler Weidezaun, 106cm, plus 2 HSH.
Ich verdiene nichts an der Zucht. Reiner Idealismus. Maximal Beitrag zu Unkosten.
Nein, es sind keine Kampfhunde. Man muß seinen Hunde bloß gut prägen und sozialisieren.
Wachsen mit meinen Kindern auf.
Keine altbackene Zwingerhaltung von krummen Schäferhunden.
Tierschutz Probleme haben wir schon lange. Jagdhunde ohne jagdliche Führung, die dann ihre Familie terrorisieren, Zwingerhaltung, überzüchtete molosserartige, krumme Hinterhofzüchtungen.

Langzeitstudien aus Frankreich belegen, daß der Mensch als Jäger besonders bei Schweinen, ungewollt dafür sorgt, daß die Bachen immer jünger ferkeln und auch noch mehr Nachwuchs nachbringen. Durch Jagddruck werden Rotten getrennt und aus Stammgebieten verdrängt, dadurch steigt die Übertragung von Krankheiten. Z. B. der Habitatseuche Afrikanische Schweinepest.
Bei dem Thema machen Sie mir bestimmt nichts vor.
Schönen Abend noch

Ich halte Schafe und Ziegen
Ich wohne mitten im Wolfsgebiet.
Keinen einzigen Riss.
Mobiler Weidezaun, 106cm, plus 2 HSH.
Ich verdiene nichts an der Zucht. Reiner Idealismus. Maximal Beitrag zu Unkosten.
Nein, es sind keine Kampfhunde. Man muß seinen Hunde bloß gut prägen und sozialisieren.
Wachsen mit meinen Kindern auf.
Keine altbackene Zwingerhaltung von krummen Schäferhunden.
Tierschutz Probleme haben wir schon lange. Jagdhunde ohne jagdliche Führung, die dann ihre Familie terrorisieren, Zwingerhaltung, überzüchtete molosserartige, krumme Hinterhofzüchtungen.

Langzeitstudien aus Frankreich belegen, daß der Mensch als Jäger besonders bei Schweinen, ungewollt dafür sorgt, daß die Bachen immer jünger ferkeln und auch noch mehr Nachwuchs nachbringen. Durch Jagddruck werden Rotten getrennt und aus Stammgebieten verdrängt, dadurch steigt die Übertragung von Krankheiten. Z. B. der Habitatseuche Afrikanische Schweinepest.
Bei dem Thema machen Sie mir bestimmt nichts vor.
Schönen Abend noch

Der Hundehype zur Corona Zeit ist definitiv ein anderer- warten sie mal ab was da in den wenigen Heimen angeschwemmt wird...
Arbeit und Zeit investiere ich 7 Tage die Woche in meine Tiere. Ohne zu jammern und ohne Wolfsrisse.

Es wird immer wieder behauptet: „In anderen Länder funktioniert das Zusammenleben von Wolf und Mensch ja auch.“ Leider wird nicht erwähnt dass in vielen Länder der Wolf bejagt wird, wenn auch nicht immer legal. Auch Giftköder werden ausgelegt, und Fallen aufgestellt. Die Schafhalter in den Karpaten haben da wenig Humor.
„Man kann Weidetiere vor dem Wolf schützen.“ Leider ist das oft einfach nicht praktikabel, oder unbezahlbar. Der Wolf ist intelligent und lernt schnell dazu. Es ist zu befürchten dass viele Landwirte und Schäfer die Weidehaltung aufgeben, und das führt zum Verlust von wertvollen Lebensräumen für viele Insekten, Vögel und andere Wirbeltiere.

werden, in dem wir ihm auch mal ein Lamm abgeben oder füttern, aber das ist ja verboten. Der Wolf würde dann auf Menschen zugehen, heißt es in Begründungen.

Wer sowas verbietet, dem wünsche ich einen vor Hunger knurrenden Magen (kein Essen wochenlang) und dann eine reich gedeckte Tafel, aber eingezäunt und wehe der Verbotsheini will über den Zaun....

Wölfe sind wunderbare Tiere, vor allem loyal, was uns Menschen fehlt.