CORONA-KRISE

Öffnet sich MV für Tagestouristen?

Mit Spannung wird die Klausur des Landeskabinetts am Dienstag erwartet. Das weitere Vorgehen in der Corona-Krise steht auf der Tagesordnung.
Dürfen sich an der Ostsee bald auch wieder Tagestouristen tummeln?
Dürfen sich an der Ostsee bald auch wieder Tagestouristen tummeln? Stefan Sauer
Schwerin.

Allein der Zeitplan verrät, dass eine lange und intensive Diskussion zu erwarten ist. Um 9 Uhr soll sie am Dienstag starten und wohl mindestens sieben bis acht Stunden dauern – die Sitzung der MV-Landesregierung. Doch auch externer Sachverstand ist eingeladen und debattiert kräftig mit. „Wir werden uns gemeinsam mit den Kommunen, der Wirtschaft, den Gewerkschaften und den Sozialverbänden die aktuelle Corona-Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern und in ganz Deutschland anschauen. Und wir werden gemeinsam entscheiden, welche weiteren Lockerungen wir vornehmen können“, kündigte Regierungssprecher Andreas Timm am Montag dem Nordkurier an.

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Wie geht es weiter mit den Kontaktbeschränkungen in MV? Aktuell gilt bis zum 10. Juli, dass sich maximal zehn Personen oder zwei Hausstände treffen dürfen. Was ist mit der Gastronomie, die derzeit bis Mitternacht geöffnet haben darf? Und was macht MV mit den Tagestouristen? Die dürfen noch nicht nach MV einreisen. Ein Grund dafür: Bei Tagestouristen sind die Infektionsketten nur schwer nachzuvollziehen.

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Weitere Fragen, die auf Antworten warten: Werden Großveranstaltungen wieder zugelassen? Darf Hansa Rostock demnächst im Ostseestadion wieder vor vollen Rängen in der 3. Liga kicken? „Großveranstaltungen und Tourismus ohne Schutzmaßnahmen haben dafür gesorgt, dass im Februar das Virus verbreitet wurde“, betont Emil Reisinger, Tropenmediziner von der Uni Rostock und medizinischer Berater der Landesregierung.

Reisinger warnt trotz der niedrigen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern vor Leichtsinn. Die Basis-Schutzmaßnahmen, wie das Abstandhalten, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes, häufiges Händewaschen und der Verzicht auf Begrüßungsrituale wie Umarmen oder Handgeben, minderten das Infektionsrisiko um 30 bis 40 Prozent, sagte Reisinger gestern. Damit lasse sich die Epidemie kontrollieren.

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