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Orkantief "Christian" hat sich ausgetobt

"Christian" hat Tier und Mensch kräftig durchgepustet.
Jens Büttner/dpa

Polizei und Feuerwehr mussten in der Nacht zu zahlreichen Einsätzen in Mecklenburg-Vorpommern ausrücken. Die stürmische Bilanz des ersten Herbst-Orkans.

Entwurzelte Bäume, gerissene Stromleitungen und jede Menge Geäst auf der Straße. Der erste Herbststurm des Jahres hat den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren jede Menge Arbeit beschert. Wie in Groß Plasten an der Bundesstraße 192, wo eine umgekippte Birke die Stromzufuhr kappte, hat es auch Schäden in Kraase, in Carolinenhof, wo ebenfalls eine Leitung gerissen ist, in Hohen Wangelin und zwischen Waren und Schwenzin hinterlassen.

Die Folgen von Herbststurm "Christian" waren in Mecklenburg-Vorpommern bereits am Morgen beseitigt. Die Züge fuhren mit Dienstbeginn am Dienstagfrüh wieder nach Plan, wie ein Bahnsprecher in Berlin sagte. Die Sperrung der Landesstraße 301 bei Siggermow auf Rügen konnte ebenfalls am Morgen aufgehoben werden, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mitteilte. Dort waren zwei Bäume auf die Fahrbahn gestürzt.

Mecklenburg-Vorpommern hatte Glück. Der Sturm war bereits im Abflauen begriffen, als er den Nordosten am späten Montagnachmittag erreichte. Die Meteorologen von Meteomedia maßen Windspitzen von 138,9 Kilometer pro Stunde auf Hiddensee. In Boltenhagen waren es bis zu 129,6 Kilometer pro Stunde, am Darßer Ort 122,2. Dutzende Bäume stürzten um, einige Telefon- und Strommasten brachen im Raum Güstrow, Wismar, Rostock.

Nahe Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) drückte eine Böe ein Auto von der Landesstraße und gegen einen Baum. Zwei 79 und 61 Jahre alte Frauen und ein 79-jähriger Mann wurden verletzt. Zudem wurde in dem Landkreis ein Auto von einem herabstürzenden Ast getroffen. Die Windschutzscheibe zerbrach, der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Die Leitstellen der Hansestadt und des Landkreises Rostock zählten zusammen 134 sturmbedingte Einsätze. In Rostock gab es dabei einen Leichtverletzten, wie es hieß. Der Mann war von einem herumfliegenden Ast-Stück getroffen worden. In Rostock rückten alle sechs Freiwilligen Feuerwehren der Stadt und die Berufsfeuerwehr zu 31 Einsätzen aus. In acht Fällen hatten Äste und Bäume Autos beschädigt, bei sechs weiteren Einsätzen mussten herumfliegende Dachpappe, Planen und ein Baugerüst gesichert werden. In Güstrow stürzten zwei Bäume auf Autos. Verletzt wurde im Landkreis Rostock niemand.

   Orkanartige Böen bis Stärke zwölf hatten am Montagnachmittag den Bahnverkehr in Teilen Mecklenburgs lahmgelegt. Die Deutsche Bahn AG stoppte ihre Züge zwischen Hamburg und Schwerin sowie Lübeck und Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg). Auch der Fernverkehr zwischen Berlin und Hamburg war von Einschränkungen betroffen. Aufgrund des Sturms fielen mehrere Ostseefähren aus. Die Reederei Scandlines sagte am Montagabend Verbindungen von Rostock nach Gedser (Dänemark) ab.

Der erste Herbststurm hielt am Montag Feuerwehr und Rettungskräfte vor allem im Landkreis Nordwestmecklenburg in Atem, wie ein Sprecher der Leitstelle Schwerin erklärte. Hunderte Bäume wurden umgerissen, viele stürzten auf Fahrbahnen und versperrten Straßen. In Rostock und Warnemünde krachten drei Bäume auf parkende Autos. Verletzt wurde aber niemand.

Im Raum Güstrow, Wismar, Rostock knickten Strom- und Telefonmasten um, wie eine Polizeisprecherin in Rostock sagte. Größere Einschränkungen gab es nicht. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurde ein Auto von einem herabstürzenden Ast getroffen. Die Windschutzscheibe zerbrach, der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Orkanartige Böen bis Stärke zwölf hatten am Montagnachmittag den Bahnverkehr in Teilen Mecklenburgs lahmgelegt. Die Deutsche Bahn AG stoppte ihre Züge zwischen Hamburg und Schwerin sowie Lübeck und Bad Kleinen (Nordwestmecklenburg), wie ein Sprecher mitteilte. Busersatzverkehr wurde eingerichtet. Auch der Fernverkehr zwischen Berlin und Hamburg war von Einschränkungen betroffen.

Aufgrund des Sturms fielen mehrere Ostseefähren aus. Die Reederei Scandlines sagte Verbindungen von Rostock nach Gedser (Dänemark) ab.

Sturm drückt Auto gegen Baum

Drei Verletzte hat ein durch den Herbststurm bedingter Unfall am Montagabend nahe Woldegk (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) gefordert. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Neubrandenburg sagte, wurde ein Auto seitlich von der Landesstraße 341 nach Göhren gedrückt und fuhr frontal gegen einen Baum. Zwei 79 und 61 Jahre alte Frauen und ein 79-jähriger Mann wurden verletzt und medizinisch versorgt. Am Wagen entstand Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro, das Auto war nicht mehr fahrbereit. Auf der Insel Rügen sei die Landesstraße 301 bei Siggermow südlich von Bergen noch immer gesperrt, weil ein abgebrochener dicker Ast auf die Fahrbahn zu fallen drohe und noch nicht geborgen werden konnte. dpa