OSTSEE-PIPELINE

Ost-Ministerpräsidenten gegen Stopp von Nord Stream 2

Ein Baustopp von Nord Stream 2 wird von den Landeschefs in Ostdeutschland abgelehnt. Die Spannungen zwischen Russland und den USA dürfen die Energiepolitik nicht so stark beeinflussen.
dpa
Das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” im Hafen Mukran auf der Insel Rügen. Das Spezialschiff wird
Das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski” im Hafen Mukran auf der Insel Rügen. Das Spezialschiff wird im Hafen für seinen Einsatz zum Weiterbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 vorbereitet. Jens Büttner
Berlin ·

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten drängen auf ein Festhalten am Ostseepipeline-Projekt Nord Stream 2. „Sie sind sich einig, dass die Pipeline weitergebaut werden muss”, sagte Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) am Freitag am Rande der Ost-Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin. „Sie ist für uns wirtschaftlich notwendig, es ist aber auch notwendig, dass wir zusammenbleiben mit Russland.”

Mehr lesen: Wird die Ostsee zum Milliarden-Grab?

US-Interessen sollen nicht überwiegen

Die Vergiftung von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sei eine Straftat, der nachgegangen und die als solche benannt werden müsse. „Aber wir können nicht den Konflikt immer weiter eskalieren”, warnte Kretschmer. Kritikpunkte und Interessen müssten klar formuliert werden, wie im Fall Nawalny oder zur Situation in der Ukraine, „aber so, dass man sich danach noch begegnen kann”.

Mehr lesen: Olaf Scholz unterbreitet den USA ein Milliardenangebot

Wirtschaftliche Interessen gerade auch von den USA dürften nicht mit diesen Fragen verbunden werden. „Die Pipeline Nord Stream 2 muss gebaut werden, wir brauchen sie”, sagte er. „Wenn man aussteigen will aus Atomenergie und Braunkohleverstromung, wird man einen anderen grundlastfähigen Energieträger brauchen – und das ist das Erdgas.”

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Berlin

zur Homepage