MEERESMUSEUM RÜSTET AUF

Ozeaneum mit Besucherplus

Nach einem erfolgreichen Besucherjahr rüstet das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund weiter auf. Neue Attraktionen sind geplant. Doch es warten auch einige Herausforderungen.
Besonders freuen sich die Verantwortlichen über den Zuwachs an Besuchern aus den westlichen Bundesländern.
Besonders freuen sich die Verantwortlichen über den Zuwachs an Besuchern aus den westlichen Bundesländern. Stefan Sauer
Die Praktikantin Jasmin Tiede arbeitet in der Präparationswerkstatt des Meeresmuseum in Stralsund Röhrenwürmer auf.
Die Praktikantin Jasmin Tiede arbeitet in der Präparationswerkstatt des Meeresmuseum in Stralsund Röhrenwürmer auf. Stefan Sauer
Blick auf das Finnwal-Skelett in der gotischen Halle des ehemaligen Katharinenklosters, das heute die Ausstellungen des Ozeaneums beherbergt.
Blick auf das Finnwal-Skelett in der gotischen Halle des ehemaligen Katharinenklosters, das heute die Ausstellungen des Ozeaneums beherbergt. Stefan Sauer
Hier wird eine Dokumentarplastik einer Tiefseemuschel mit Schlangenstern aufgearbeitet.
Hier wird eine Dokumentarplastik einer Tiefseemuschel mit Schlangenstern aufgearbeitet. Stefan Sauer
Stralsund.

Bis Ende November kamen rund 11 600 Besucher mehr ins Ozeaneum, Natureum und Meeresmuseum als im Vorjahreszeitraum. Während Ozeaneum und Natureum ein Plus von jeweils mehr als 6500 Besuchern verzeichneten, gingen die Besucherzahlen im Stammhaus um etwa 1600 zurück. Das Nautineum als vierte Einrichtung blieb in diesem Jahr geschlossen.

„Wir gehen davon aus, dass wir die Besucherzahlen von 2015 mit über 852 000 Gästen 2016 leicht übertreffen werden”, sagte Museumsdirektor Harald Benke am Freitag. Erfreulich sei, dass der Anteil der Besucher aus den westlichen Bundesländern deutlich gesteigert werden konnte.

Im kommenden Jahr stehen die Nutzung der Tiefsee, die Polargebiete und die Fortpflanzung in den Meeren im Mittelpunkt von Ausstellungen. Zu den Neuheiten 2017 zählt die komplett überarbeitete Kinderabteilung. Bestandteil soll unter anderem ein Unterwasserboot aus einem James-Bond-Film werden.

Umbau des Meeresmuseums macht Kurzarbeit nötig

Um besser agieren und neue Projekte finanzieren zu können, hatte der Verwaltungsrat in dieser Woche die Zusammenlegung der Stiftung Deutsches Meeresmuseum und der Stralsunder Ozeaneum GmbH befürwortet. Mit der Fusion erhofft sich die Museumsleitung positive Effekte – nicht nur für die 55 Ozeaneums-Mitarbeiter, die künftig wie ihre 63 Kollegen aus dem Stammhaus nach öffentlichem Tarif bezahlt werden sollen.

Größte Herausforderung für den neuen Museumsverbund wird der rund 30 Millionen Euro kostende Umbau des Stammhauses sein. Während der zweijährigen Bauphase werde die Traditionsausstellung geschlossen, kündigte der Kaufmännische Direktor Andreas Tanschus an. Um Entlassungen zu vermeiden, sei etwa Kurzarbeit geplant.

zur Homepage