„GRETHA VAN HOLLAND”

Pannen-Schiff läuft wieder auf Grund

Vor der Hechtsforthschleuse an der Müritz-Elde-Wasserstrasse ist ein Flusskreuzfahrtschiff havariert. Das war lange nicht der erste Zwischenfall in dessen knapp 70-jährigen Geschichte.
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Die „Gretha van Holland” ist bei Grabow auf Grund gelaufen.
Waldeck.

Vor der Hechtsforthschleuse an der Müritz-Elde-Wasserstrasse ist am Sonntag ein Schiff auf Grund gelaufen. Die Besatzung musste geborgen werden.

Das Wasserschutzamt Lauenburg veranlasste darauf eine Sperrung des Abschnitts zwischen der Schleuse Grabow und der Hechtsforthschleuse, mit dem Ziel, in diesem Bereich das Wasser anzustauen. Das Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland” wäre aus eigener Kraft nicht mehr frei gekommen, teilte das Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern am Sonntagabend mit.

Wasserschutzpolizisten hätten anschließend der Besatzung des Fahrgastschiffes mit ihrer Einsatztechnik beim Freikommen geholfen. Dies habe sich als äußerst schwierig gestaltet, da sich das Schiff immer weiter festgefahren habe. Nach gut vier Stunden konnte das Schiff schließlich gesichert werden. Die Polizei sprach ein Weiterfahrverbot aus und hob die Schifffahrtssperre wieder auf. Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen.

Bereits Unfall am Sonnabend

Wie es im Polizeibericht weiter heißt, hatte die „Gretha van Holland” bereits am Sonnabend mit dem Heck beim Manövrieren eine Rufsäule gestreift und beschädigt. Dies sei beim Durchfahren der Rehberger Hubbrücke in Grabow auf der Müritz-Elde-Wasserstraße geschehen. Personen seien nicht verletzt worden. Mit leichtem Schaden am Heck sei am Sonntagmorgen zunächst die Tour in Richtung Schwerin fortgesetzt worden. Dann folgte der nächste Unfall.

Die „Gretha van Holland” wurde 1950 gebaut und ist schon mehrfach auf Grund gelaufen. Im Sommer 2017 hatte das Schiff beim Betanken im Hafenbecken von Waren an der Müritz 150 Liter Diesel verloren. Ein Jahr später versprach ein neuer Kapitän, das Pannen-Schiff sanieren zu wollen, um künftige Havarien zu verhindern. So seien neue Sensoren in den Tanks für Öl und Diesel sowie in der Schmutzwasseranlage installiert worden.

Das 40 Meter lange Schiff fährt seit etwa 19 Jahren zwischen Berlin, Rheinsberg, Waren und Schwerin hin und her.

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