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Pegel: 365-Euro-MV-Ticket für Studenten nicht finanzierbar

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat ein günstiges Jahresticket für Studenten in ganz MV gefordert. Der Verkehrsminister hat diesen Vorschlag vom Tisch gefegt.
dpa
Christian Pegel (SPD), Energie- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht in der Karl-Marx-Straße von Tribs
Christian Pegel (SPD), Energie- und Verkehrsminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht in der Karl-Marx-Straße von Tribsees. Einem 365-Euro-MV-Ticket für Studenten hat er eine Absage erteilt. Stefan Sauer
Schwerin ·

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat die Forderung der oppositionellen AfD-Fraktion nach einem 365-Euro-Studententicket für ganz Mecklenburg-Vorpommern als nicht finanzierbar zurückgewiesen. Es sei von Kosten in Höhe von 7 bis 10 Millionen auszugehen, sagte Pegel am Donnerstagabend im Landtag.

Ein 365-Euro-Nahverkehrsticket für ein Jahr gibt es seit 1. Februar bereits für Auszubildende. Die Nachfrage ist jedoch verhalten – womöglich auch coronabedingt. Von den rund 34 000 Berechtigten haben den Angaben zufolge erst 2500 das Ticket erworben.

„Wo nichts fährt, kann auch nichts genutzt werden”

Mignon Schwenke von der Linken führte das auch ein mangelhaftes Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zurück. „Wo nichts fährt, kann auch nichts genutzt werden”, sagte sie. Schwenke forderte, das Azubi-Ticket auf Studenten zu erweitern und zugleich das ÖPNV-Angebot auszubauen.

Pegel hielt ihr entgegen, wenn man das Ticket Studenten gewähre, könnten auch andere Gruppen dies fordern, etwa Senioren oder Schüler. Langfristig wäre das wünschenswert, sagte er. Den Azubis gewähre man es, weil ihnen eine Berufsschule zugewiesen werde. Sie ist mitunter weit vom Wohnort entfernt.

Pegel zufolge sollte lieber in eine Verbesserung des Angebots investiert werden, vor allem in Rufbusse. Im Landkreis Ludwigslust-Pachim, wo damit sehr früh begonnen wurde, habe man durch den Rufbus im vergangenen Jahr 30 000 Fahrgäste mehr gezählt. Dabei gibt es auf festen Linien ein regelmäßiges Angebot, gefahren wird aber nur bei Bedarf per Kleinbus oder Taxi. Der Bedarf muss zwei Stunden vor der Fahrt angemeldet werden.

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Kommentare (3)

...also mir scheint 365 Euro pro Kind über den Tresen zu schieben ist für viele wohl doch ein zu großer Happen. Dafür 365 Tage im Jahr durchs Land reisen zu können hört sich doch gut aber aber...In MV haben wir ungefähr 200 Schultage nutzt jemand die Karte eben nur für die Fahrten zur Schule und zurück sind das schon 1,85€ pro Tag. Dazu kommen viele Möglichkeiten zu einem ermäßigten Preis zu fahren aber eben nur zur Schule und zurück. Dazu kommt aber das Ferienticket MV für 43 Tage im Sommer 31€. Wer jetzt richtig und realistisch rechnet kommt wahrscheinlich zu dem Schluß, daß es nichts bringt außer der MÖGLICHKEIT 365 Tage im Jahr im ganzen Land die Öffis zu nutzen aber welche Kinder oder Jugendlicher macht das schon.

nicht finanzierbar das ich nicht lache hauptsache eure diäten stimmen ich denke von der strasse auf die schiene umweltfreundlich und solche frasen
politiker= korrupt faul arrogant lebensfremd.....

Geld ist genug da.Man muss es nur richtig verteilen und nicht nach Parteibuch.
Oder eine Landeslizenz für eine App kaufen die kaum einer Nutzt, nur weil eine bestimmte
person die es schick findet und keine gegen die anredet.