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A20-Instandsetzung dauert wohl mehrere Jahre

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Loch in der A20 bei Tribsees. Am Donnerstag hat er einen Drei-Punkte-Plan im Landtag vorgestellt.
Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Loch in der A20 bei Tribsees. Am Donnerstag hat er einen Drei-Punkte-Plan im Landtag vorgestellt.
Bernd Wüstneck

Das Loch bei Tribsees wird über Jahre ein Nadelöhr auf der A20 sein. Noch ist das meiste ungeklärt. Verkehrsminister Pegel hat nun einen Drei-Punkte-Plan vorgestellt.

Nach dem Dilemma mit der abgesackten A20 bei Tribsees hat Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Donnerstag im Landtag seinen Drei-Punkte-Plan vorgestellt. Die Abgeordneten hatten das Thema auf Antrag von SPD und CDU kurzfristig auf die Tagesordnung genommen.

An erster Stelle steht Pegel zufolge die schnellstmögliche Instandsetzung der Fahrbahn. Das sei eine mehrjährige Aufgabe, sagte er. Noch sei nicht bekannt, wie lang die Strecke sei, die repariert werden müsse. Zweitens sei zu prüfen, ob eine Behelfsbrücke errichtet werden könne. Die Baugrunduntersuchungen mit Bohrungen hätten begonnen. Wenn ein Provisorium möglich sei, würde dies dennoch bedeuten, dass pro Richtung nur eine Fahrbahn mit verminderter Geschwindigkeit befahren werden könnte.

Linksfraktion: Bund soll Reparaturen bezahlen

Der dritte Punkt sei die Optimierung der Umleitungsstrecke. Deren Länge könne halbiert werden, sobald die Bauarbeiten auf der Landesstraße bei Bad Sülze abgeschlossen seien. Das könne bereits Anfang November der Fall sein, stellte der Minister in Aussicht. Die Strecke sei aber sehr schmal. Wenn die A20 auch noch in Richtung Stettin gesperrt werden müsse, wäre die Umleitung für zwei Fahrtrichtungen zu schmal.

Der Vorschlag von Gemeinden, eine alte Baustellenzufahrt wieder zu nutzen, werde ebenfalls geprüft, sagte Pegel. Allerdings seien die Betongründungen zurückgebaut worden. Es gebe große Bedenken, ob die stark beschädigten Betongründungen eine Behelfsstraße tragen könnten.

Der jetzt abgesackte Streckenabschnitt war nach einem innovativen Bausystem gegründet worden. Der SPD-Abgeordnete Jochen Schulte sagte, diese Art der Gründung sei nach Angaben der Autobahnbaugesellschaft Deges nie wieder angewandt worden. Die Linksfraktion sieht den Bund in der Pflicht, für alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der defekten A20 vollständig aufzukommen. Das betreffe die Umleitungen, die Behelfsmaßnahmen sowie die Kosten für kommunale und Landesstraßen. Pegel plädierte dafür, jetzt nicht wertvolle Zeit für die Klärung der Schuldfrage zu verwenden.

Lesen Sie hier einen Kommentar zum A20-Debakel.