„Verwerfliches Hobby”

Peta bläst zur "Jagd" auf Angler

Heringsangler im Stadthafen an der Warnow. Peta hat Vorschläge, um gegen dieses Hobby vorzugehen (Symbolbild).
Peta gibt seinen Unterstützern Tipps für die plötzliche Begegnung mit Anglern: missionieren, Steine schmeißen, Fotos machen, anzeigen, Fische retten. Die CDU in Vorpommern kritisiert die „absurden Ratschläge”.

Vor angeblich potenziell gefährlichen Anglern warnt die Tierschutzorgansation Peta. In einem Ratgeber auf seiner Internetseite gibt der Verein mit dem Hinweis „Oh Schreck” Tipps für die unvermutete Begegnung mit Anglern. Die Empfehlung: Erst sondieren, ob der Angler allein seinem Hobby nachgeht, ob er freundlich oder aggressiv aussieht oder ob er Bierflaschen dabei hat.

Und weiter: Ist die Lage entspannt, sollte man laut Peta den Angler auf sein „verwerfliches Hobby” hinweisen oder vielleicht ein paar Steine in den See werfen und so die Fische verscheuchen. Vermeintliche Missetaten eines Anglers sollten mit dem Handy aufgenommen werden und die Angler angezeigt werden. Auch solle man versuchen, "die gefangenen Fische zu retten".

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Vorpommern-CDU stellt sich hinter die Angler

Diese Hinweise stoßen der CDU in Vorpommern sauer auf. „Mit absurden sogenannten Ratschlägen versucht Peta die Angler in unserem Land unter Generalverdacht zu stellen”, kritisierte Kreischef Franz-Robert Liskow. Jeder Angler lerne in der Prüfung, dass er sorgsam mit den Fischen und der Natur umzugehen hat.

Angeln sei ein uraltes Hobby, das vornehmlich dem Verzehr der Fische dient. In Zeiten von Massentierhaltung und Entfremdung von der Natur dürfe man so etwas nicht kaputt reden, so der CDU-Politiker.

 

Jörg Spreemann

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