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Phantechnikum kämpft mit Besucherflaute

„Es muss auch mal wieder bergauf gehen“, deutet Museumsdirektorin Kathrin Möller in der Luftfahrthalle des Phantechnikums an. Foto: Jens Büttner
„Es muss auch mal wieder bergauf gehen“, deutet Museumsdirektorin Kathrin Möller in der Luftfahrthalle des Phantechnikums an. Foto: Jens Büttner
Jens Büttner

Technik zum Anfassen gibt es zwar, aber offenbar nicht genug: In seinem ersten Jahr kamen gut ein Drittel weniger Menschen als geplant. Reicht jetzt das Geld noch für den Ausbau?

Das neue Technische Landesmuseum „Phantechnikum“ in Wismar hat im ersten Jahr seines Bestehens gut ein Drittel weniger Besucher angelockt als geplant. Von Dezember vorigen Jahres an zählte die Einrichtung rund 47 000 Gäste. Angepeilt waren aber 75 000, rechnete Museumsdirektorin Kathrin Möller vor. Probleme bereiteten die unzureichende Aus-schilderung in der Stadt sowie mangelnde Werbung. Zudem biete das Museum zu wenig Mitmach-Möglichkeiten. „Das Ausstellungspotential muss mit neuen Experimentierstationen besser genutzt werden“, sagte Möller.

Das Technikmuseum, 1961 gegründet und von 1997 bis 2011 im Schweriner Marstall beheimatet, wurde in Wismar für gut zehn Millionen Euro in einer alten Kaserne neu eingerichtet. Die Ausstellung zeigt nun auf 2500 Quadratmetern Technikgeschichte des Landes Mecklenburg-Vorpommern anhand der klassischen Elemente Luft, Feuer und Wasser.

Das Element Erde sollte in einem zweiten Bauabschnitt folgen. Dieses Vorhaben für 2016 wurde nun wegen der angespannten finanziellen Situation des Hauses und der klammen kommunalen Kasse auf unbestimmte Zeit verschoben, wie Geschäftsführer Henrik Fanger sagte.

Kritik der Besucher mache sich oft an der inhaltlichen Ausgestaltung des Museums fest, räumen die Macher ein. Eingefordert werde etwa eine intensivere fachliche Betreuung durch die Mitarbeiter, erklärte Kathrin Möller. Das Ausstellen von technischen Objekten allein reiche nicht aus. Es fehlten Möglichkeiten zum Experimentieren, Anfassen und Ausprobieren.

Von den Besuchern des „Phantechnikum“ kommen rund die Hälfte aus MV. Zu den Gästen zählten im ersten Jahr auch 144 Schulklassen der Region.