EVAKUIERUNG

Phosphor-Alarm am Ostseestrand von Graal-Müritz

Ein Badegast hat am Samstag am Strand von Graal-Müritz sogenannten „falschen Bernstein” gefunden. Die Feuerwehr riegelte den Bereich ab.
Stefan Tretropp Stefan Tretropp
Der Strandabschnitt in Graal-Müritz wurde gesperrt.
Der Strandabschnitt in Graal-Müritz wurde gesperrt. Stefan Tretropp
Das Phosphor verbrannte unter Aufsicht der Feuerwehr vollständig.
Das Phosphor verbrannte unter Aufsicht der Feuerwehr vollständig. Stefan Tretropp
Graal-Müritz.

Ein Badegast hat am Strand von Graal-Müritz am Samstagvormittag sogenannten „falschen Bernstein” – also Phosphor – gefunden. Kurz darauf rückten Feuerwehr und Polizei an und sperrten den Strand in diesem Bereich ab. Zu dem Fund kam es laut Aussagen der Polizei gegen 10.15 Uhr am Ostseestrand auf Höhe des Rhododendronparks.

Wie es hieß, kam der Besucher mit dem Phosphor in Kontakt, welches daraufhin zu qualmen und später zu brennen begann. Die verständigte Freiwillige Feuerwehr Graal-Müritz veranlasste zunächst die Sperrung mehrerer Strandaufgänge rund um den Fundort. Wenig später traf auch die Polizei ein, um den Fund zu untersuchen. Weiterer Phosphor wurde nach ersten Erkenntnissen aber nicht gefunden.

Der sogenannte „falsche Bernstein” – ein kleinerer Brocken – verbrannte unter Aufsicht der Feuerwehr vollständig. Gegen Mittag konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Wie gefährlich Phosphor ist, zeigte sich Anfang 2014 an der Ostsee im Kreis Plön, wo ein Strandspaziergänger versehentlich anstatt Bernstein Phosphor aufsammelte und in die Hosentasche steckte. Die Kleidung des Mannes begann daraufhin zu brennen. Er erlitt schwerste Brandverletzungen.

Weißer Phosphor ist selbstentzündend, hochgiftig, im Meer unbegrenzt beständig und kann deshalb nicht mit Wasser gelöscht werden. Es kann leicht mit Bernstein verwechselt werden, deshalb der Name „falscher Bernstein”.

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