In Schwärmen

Pinguin-Drohnen sollen Meere erforschen

Am Deutschen Meeresmuseums in Stralsund sind Unterwasserdrohnen in Pinguin-Form vorgestellt worden. Für ihren Einsatzzweck müssen sie besonders schnell sein.
dpa
Rudolf Bannasch (links), Geschäftsführer der Firma EvoLogics, und Burkard Baschek, Ozeanograf und Direktor des Deuts
Rudolf Bannasch (links), Geschäftsführer der Firma EvoLogics, und Burkard Baschek, Ozeanograf und Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund mit einem Prototypen der Unterwasserdrohne in Pinguin-Form. Stefan Sauer
Die schnellen Fahrzeuge mit extrem geringen Wasserwiderstand sollen besonders dabei helfen, kleinere Ozeanwirbel zu erforschen
Die schnellen Fahrzeuge mit extrem geringen Wasserwiderstand sollen besonders dabei helfen, kleinere Ozeanwirbel zu erforschen. Stefan Sauer
Insgesamt sieht die Drohne futuristisch aus.
Insgesamt sieht die Drohne futuristisch aus. Stefan Sauer
Der Prototyp wird getestet.
Der Prototyp wird getestet. Stefan Sauer
Stralsund

Unterwasserdrohnen in Pinguin-Form sollen als Schwärme künftig die Ozeane erforschen. Entsprechende Prototypen hat unter anderem der Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Burkard Baschek am Donnerstag vorgestellt.

Die schnellen Fahrzeuge mit extrem geringen Wasserwiderstand sollen besonders dabei helfen, kleinere Ozeanwirbel zu erforschen. Die kämen auf der ganzen Welt vor und hätten indirekt Einfluss auf die Sauerstoffproduktion im Meer, erklärte Baschek. „Plakativ gesagt, ist jeder vierte Atemzug, den wir überall an Land nehmen, durch die Wirbel angetrieben.” Da kleine Ozeanwirbel schnell zerfielen, müsse man auch schnell messen können.

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Dazu sind die Unterwasserfahrzeuge mit Sensoren ausgestattet. Entwickelt wurden die Pinguin-Drohnen zusammen mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon, ehemals Helmholtz-Zentrum Geesthacht, an dem Baschek zuvor tätig war. Außerdem hat die Bionik-Firma EvoLogics mitgearbeitet.

Rudolf Bannasch von EvoLogics habe selbst mehr als 20 Jahren zu Pinguinen geforscht. Das Geheimnis ihres geringen Wasserwiderstandes liegt nach seiner Aussage in der Wellenform ihrer Konturen. Wenn ein Pinguin Benzin tanken könnte, statt Krill zu fressen, könnte er mit einem Liter Benzin 1500 Kilometer in der kalten Eissee schwimmen, sagte Bannasch.

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